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An der Spitze und weiter nach vorn

Auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien nimmt unser Bundesland Brandenburg unter allen Bundesländern in Deutschland den führenden Platz ein. Prestigeobjekte wie der Solarpark Lieberose, das größte Sonnenkraftwerk in Deutschland, oder das sich in Bau befindliche erste industrielle Wasserstoff-Wind-Biogas-Hybridkraftwerk in der Uckermark sind weltweit führend. Durch eine Vielzahl neuer Anlagen ist der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch im vorigen Jahr bundesweit wiederum gestiegen – von 9,5 auf 10,6 Prozent

Diese Entwicklung stärkt auch Solarstandorte wie Frankfurt (Oder). Erst kürzlich haben sich Solarhandwerker in der Handwerkskammer darüber verständigt, wie das Handwerk mit der regionalen Industrie zusammenzuführen ist und wie die hohen Qualitätsanforderungen der Solarindustrie entsprochen werden kann. Die Photovoltaik ist der wachstumsstärkste Zweig der Energiewirtschaft. Für das Handwerk hat sich hier ein neues Marktsegment auf einem innovativen Technologiefeld aufgetan, denn immer mehr Solarmodule müssen fachgerecht montiert werden, was große Chancen aber auch Herausforderungen beinhaltet. Deshalb wäre es ein völlig falsches Signal der Politik, die Fördersätze schneller als geplant zu reduzieren.

Die Suche nach neuen effizienten, umweltschonenden Energieanlagen geht darüber hinaus unvermindert weiter und jeder Handwerker, der auf diesem Gebiet arbeitet, sollte die Entwicklung verfolgen und sich einbringen.

So läuft die Entwicklung neuer Blockheizkraftwerke für Ein- und Zweifamilienhäuser und kleine Werkstätten auf Hochtouren. Die Nachfrage nach dieser sehr effizienten Technologie ist stark angestiegen. Ein solches Blockheizkraftwerk kann neben der Stromerzeugung durch die Bereitstellung von Wärme einen Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent erreichen und findet selbst Platz in kleinen Räumen.

Gängige fossile Brennstoffe in Blockheizkraftwerken sind Diesel, Heizöl oder Gas. Aber auch regenerative Energieträger, wie Biogas, Biodiesel, Rapsöl und neuerdings auch Holzpellets können eingesetzt werden, diese wiederum

Stellen eine moderne Alternative zu herkömmlichen Heizungen dar. Der Preis der Pellets entwickelt sich weitgehend unabhängig von Gas- und Ölpreisen, die angesichts knapper werdender Ressourcen weiter steigen werden. Schon heute stellen Pellets eine günstige preisliche Alternative zu fossilen Brennstoffen dar. Mit der Holzpelletproduktionsanlage „Oderland-Pellets“ steht in Frankfurt (Oder) ein sehr moderner Hersteller mit einer Kapazität von 23 000 Tonnen pro Jahr zur Verfügung.

Der Landkreis MOL fördert mit seinem Projekt „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ konzentriert das Heizen mit Holz. Seit Jahren engagiert sich das Netzwerk BIOFestbrennstoff MOL. In ihm arbeiten Planer, Energieberater, Installateure, Land- und Forstwirte, Heizholzproduzenten und Wissenschaftler zusammen, um das Heizen mit Holz voranzubringen.
Neben der Einsparung von CO2 steht vor allem die regionale Wertschöpfung im Mittelpunkt der Aktivitäten. Ein großer Teil der Wertschöpfung erfolgt dabei durch die regionalen Handwerksbetriebe, die die Holzheizungen installieren und warten. Damit diese Wertschöpfung immer größer wird, sind alle interessierten Installationsfirmen zur Mitarbeit an dem Projekt „Märkisch-Oderland geht den Holzweg“ aufgerufen.
Es gibt also viele Möglichkeiten des Engagements in Ostbrandenburg auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Sie helfen uns, die Lebensqualität zu steigern und Arbeitsplätze zu schaffen. Damit wir weiter vorn bleiben.

 

Wolfgang Zithier

 



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