Inhalt
Ausbilderworkshops
Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg bietet Ihnen auch in diesem Jahr wieder kostenfreie Ausbilderworkshops zu vielen interessanten und rechtlich relevanten Themen an.
Die Workshops sollen kleine und mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung ihrer betrieblichen Ausbildung unterstützen sowie den betrieblichen Ausbildern in rechtlichen Fragen Hilfestellung leisten und ggf. Ihr Wissen auffrischen oder verbessern, um Konfliktsituationen während der Ausbildung besser meistern zu können.
Die Workshops sind berufsübergreifend und branchenunabhängig. Bei der Teilnahme an einem Workshop können Sie im Anschluss an den Fachvortrag mit den eingeladenen Referenten bzw. Ausbildungsberatern der Kammer Ihre Erfahrungen und eventuelle Problemsituationen diskutieren und daraus eine Lösung für sich erarbeiten.
Folgende Themen haben wir für das Jahr 2010 für Sie zusammengestellt:
1. Ausbilderworkshop: Fördermöglichkeiten von Auszubildenden und von Ausbildern / Ausbilderinnen
Vortrag: Förderung der Ausbildungsvergütung durch SOKA-BAU
Die branchenweite finanzielle Förderung der Berufsausbildung in der Bauwirtschaft sichert eine den Anforderungen des Wirtschaftszweiges gerecht werdende hohe Qualität der Ausbildung sowie eine ausreichende Zahl von Ausbildungsplätzen.
Die Finanzierung erfolgt im Umlageverfahren solidarisch durch alle Unternehmen der Bauwirtschaft. Dadurch wird gewährleistet, dass sich alle Baubetriebe an der Finanzierung der Berufsausbildung unabhängig davon beteiligen, ob sie selbst ausbilden. Das erscheint den Tarifvertragsparteien gerechtfertigt, weil durch diese Ausbildungsförderung ein Ausbildungsstand erreicht wird, den auch diejenigen Betriebe, welche die Ausbildung mitfinanzieren ohne selbst auszubilden, bei der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften nutzen können.
Inhalt:
- Ausbildungsvergütung in der Bauwirtschaft
- Erstattungsumfang
- Erstattung bei Wechsel des Ausbildungsbetriebes
- Erstattung im Krankheitsfall
- Verwendung der Ausbildungsnachweiskarte
- Erstattung der Kosten für den Besuch überbetrieblicher Ausbildungsstätten
Referent der SOKA-BAU
Vortrag: Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit
Betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) – Brücke in die Berufsausbildung
Das Sonderprogramm der Bundesregierung zur Förderung der Betrieblichen Einstiegsqualifizierung ist im Rahmen des Ausbildungspaktes 2004 entstanden. Es dient jungen Menschen mit Vermittelungshemmnissen als Brücke in die Berufsausbildung. Währen der EQ prüft der Arbeitgeber, ob der Teilnehmer oder die Teilnehmerin für eine Berufsausbildung im Unternehmen in Frage kommt.
Unternehmer können potentiellen Nachwuchs erst einmal kennen lernen und sehen mehr als Schulzeugnisse. Die Jugendlichen können zeigen, was in ihnen steckt.
Ausbildungsbonus
Der Ausbildungsbonus der Bundesregierung unterstützt Ausbildungsbetriebe, die zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze für förderungsbedürftige Jugendliche schaffen. Dieser Bonus soll motivieren, diesen Jugendlichen eine Chance auf Ausbildung zu geben und sie zu qualifizierten Fachkräften auszubilden. Damit sollen diese Jugendlichen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Den Ausbildungsbonus können auch Betriebe erhalten, die Jugendlichen aus insolventen Betrieben den Abschluss ihrer Ausbildung im eigenen Betrieb ermöglichen.
Ausbildungsbegleitende Hilfe (abH)
Die Einstellung neuer Lehrlinge scheitert oft an unzureichenden Leistungen in den wichtigsten Fächern. Selbst wenn bei einem Praktikum der Jugendliche handwerkliches Geschick und persönliche Eignung nachweisen konnte, bleibt die Frage: Wie soll der theoretische Teil der Ausbildung geschafft werden, mit diesen Zensuren? Hier hilft die abH.
Referent der Agentur für Arbeit
Vortrag: Begabtenförderung berufliche Bildung
Seit 1991 unterstützt das Förderprogramm der Bundesregierung „Begabtenförderung berufliche Bildung“ gezielt begabte junge Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung bei ihrer „Karriere mit Lehre“ mit einem Weiterbildungsstipendium. Finanziert wird das Programm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Durchgeführt wird es von den Kammern und zuständigen Stellen für Berufsbildung.
Inhalt:
- Wer kann gefördert werden?
- Was wird gefördert?
- Wie hoch und wie lange wird gefördert?
- Wo kann man sich bewerben?
Das Weiterbildungsstipendium unterstützt besonders talentierte und motivierte Berufseinsteiger, sich in Ihrem Beruf zu entwickeln, neue Kompetenzen und Fertigkeiten aufzubauen aber auch mit fachübergreifenden Weiterbildungen den Horizont zu erweitern. Lebenslanges Lernen ist ein Baustein für den beruflichen Erfolg.
Die deutsche Wirtschaft hat einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Das Weiterbildungsstipendium ist ein Beitrag dazu, mit besonders engagierten und wissensdurstigen jungen Fachkräften die Innovationskraft der Wirtschaft zu stärken.
Referent: Ausbildungsberater der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg
Vortrag: Unterstützungsmöglichkeiten für Weiterbildung und Qualifizierung
Wir möchten Sie als Ansprechpartner für Unternehmen und deren Beschäftigte über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für Weiterbildung und Qualifizierung des Landes Brandenburg informieren.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Brandenburg und dem prognostizierten Fachkräftebedarf gilt es, die Kompetenzentwicklung von Unternehmen und Beschäftigten durch qualifizierte Aus- und Weiterbildungsangebote zu befördern und damit einen eigenständigen Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten. Die Fördermöglichkeiten für Weiterbildung des Landes Brandenburg bieten hier eine gute Unterstützung Ihrer Arbeit.
- Förderung der Aus- und Weiterbildung im Land Brandenburg für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
- Individuelle Förderung für Weiterbildung und Qualifizierung von Beschäftigten – Der Bildungsscheck.
- Unterstützung der Weiterbildung und Qualifizierung – Die Weiterbildungsdatenbank Brandenburg.
Referent der
LASA Brandenburg GmbH
Regionalbüro für Fachkräftesicherung Ost-/Nordost-Brandenburg
2. Ausbilderworkshop: „Wie sag ich`s meinem Azubi“
nach einer Studie der IKK Brandenburg und Berlin
Generationen sprechen unterschiedliche Sprachen. Zwischen dem, was Ausbilder sagen und meinen und dem, was Azubis verstehen, akzeptieren und umsetzen können, liegen oft Welten. Die sind umso weiter entfernt, je größer der Altersunterschied ist. Werte, Maßstäbe, Ansprüche, Prioritäten unterscheiden sich erheblich. Diesem großen Konfliktpotenzial nehmen sich die von der IKK angebotenen Workshops für Ausbilder an.
»Wie sag ich's meinem Azubi?« ist ein Training für ergebnisorientierte und partnerschaftliche Kommunikation. Diese soll beitragen, Azubis in die Abläufe des Betriebes erfolgreich einzubinden und die Identifikation mit »ihrem Unternehmen« zu erleichtern. Kommunikationsziele und -möglichkeiten werden praxisnah erörtert und erprobt.
Zielgruppe:
Ausbilder und Betriebsinhaber (auf 20 betriebliche Teilnehmer begrenzt!)
Dauer:
ca. 4 Stunden + Folgeworkshop
Ablauf | |
1. Reflexion: | In der Reflexionsphase wird ergründet, welche Erfahrungen (gute und weniger gute) die Teilnehmer mit den Auszubildenden gemacht haben, welche Ziele und Vorgehensweisen im jeweiligen Betrieb vorherrschen. |
2. Ziele setzen: | In der Zielbestimmung werden folgende Fragen bearbeitet: Was soll im Workshop erreicht werden? Was soll sich im täglichen Umgang mit den Auszubildenden ändern? |
3. Methoden erarbeiten: | Aufbauen auf den positiven Erfahrungen der Teilnehmer/- innen |
4. Übungsphase: | In der betrieblichen Praxis setzen die Teilnehmer/- innen die Methoden und Vorgehensweisen um, die sie aus dem Workshop für sich übernehmen möchten. |
5. Erfahrungsaustausch: | Die Teilnehmer/- innen berichten über Ihre Erfahrungen mit veränderten Zielen und Vorgehensweisen. An Fallbeispielen werden erfolgreiche und weniger erfolgreiche Strategien besprochen und ggf. neu Lösungswege gefunden. |
Referent: Psychologe mit Erfahrung im Coaching der IKK Brandenburg und Berlin
www.ikkbb.de
3. Ausbilderworkshop: Berufsausbildungsrecht von A - Z und BG Bau
In diesem Workshop werden Rechte und Pflichten des Auszubildenden sowie Rechte und Pflichten des Ausbildungsbetriebes erörtert. Weitere Themen werden rechtliche Grundlagen der Berufsausbildung sein, wie z. B. Probezeit, Ausbildungsordnung, Abmahnungen, Kündigung, Arbeitszeit, Berichtsheft, ÜLU, Prüfungen …
Fragestellungen der betrieblichen Ausbilder sind ausdrücklich erwünscht und werden mit den Ausbildungsberatern der Kammer diskutiert.
Referent: Ausbildungsberater der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg
Gefährdungsbeurteilung- ein neuer Ansatz im Arbeits- und Gesundheitsschutz- wie gehe ich damit um?
Referent: Dozent der BG BAU - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
4. Ausbilderworkshop: Suchtverhalten im Rahmen der Berufsausbildung
Inhalt:
- Suchterkrankungen: Entstehung, Formen, Merkmale
- Die Bedeutung von Suchterkrankungen im Zuge der Identitätsentwicklung
- Alternativen anbieten – Grenzen setzen
- Vorstellung eines einschlägigen Fallbeispiels
- Diskussion konkreter Fragestellungen der Teilnehmer
Referent: Dipl. Psych. Stefan Hellert, Leiter der Suchtberatungsstelle Frankfurt (Oder)
5. Konfliktbewältigung
Interventionsstrategien im Umgang mit „schwierigen“ Jugendlichen.
Von der Theorie zur Praxis – Was hilft in konflikthaften Situationen?
Jugendliche, die durch ihr aggressives oder dissoziales Verhalten auffallen, sind in konflikthaften Situationen durch „logische“ Argumente meist nicht dazu zu bewegen, ihr Verhalten zu ändern. Eskalationen lassen sich von einem unbeteiligten Beobachter vielleicht nicht einmal nachvollziehen. Was geht in solchen Jugendlichen vor? Und welche pädagogischen Strategien können helfen, mit solchen Situationen besser umzugehen?
In dem Seminar soll versucht werden den theoretischen Hintergrund zu beleuchten und einen Transfer zur Praxis herzustellen. Dazu werden zunächst einige Grundbegriffe psychoanalytischer Sozialpädagogik anhand von Beispielen erläutert und auf deren Grundlage Interventionsstrategien vorgestellt, die im Umgang mit aggressiv-auffälligen Jugendlichen hilfreich sein können.
Anhand von Rollenspielen sollen diese Strategien dann verdeutlicht/eingeübt werden.
Referentin: Diplom-Sozialpädagogin Rebecca Friedmann, Denkzeit e. V.
6. Bewerbungsverfahren
Zielgruppe: Unternehmer und Ausbildungsleiter/innen kleiner und mittelständischer Unternehmen
Themenschwerpunkt: Personalgewinnung – Auszubildende
Kurzdarstellung:
Sie suchen einen Auszubildenden...
…und stehen vor der schwierigen Aufgabe:
- Wie entwickle ich aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen ein Bewerberprofil?
- Wie erhalte ich genügend qualifizierte Bewerbungen?
- Wie beurteile ich Bewerbungsunterlagen und Zeugnisse?
- Wie erfahre ich im Bewerbungsgespräch das Wesentliche?
- (Überblick über die Stärken und Schwächen des Bewerbers sowie spezifische Voraussetzungen des Kandidaten für eine erfolgreiche Ausbildung )
- Wie wähle ich aus zahlreichen Bewerbungen den Richtigen/die Richtige aus?
- Wie kann ich die ausgewählten Bewerber über spezifische Auswahlverfahren und zuvor in der Praxis testen?
Mit diesem Ausbilderworkshop möchten wir Ihnen einen Überblick, Hilfestellungen sowie Anregungen zu o.g. Fragestellungen geben und den gemeinsamen Erfahrungsaustausch anregen.
Referentin: Dipl. Päd. Claudia Witzlau, Vita minD
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