Inhalt
Ausbilderworkshops
Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg bietet Ihnen in diesem Jahr erstmals kostenfreie Ausbilderworkshops zu vielen interessanten und rechtlich relevanten Themen an.
Die Workshops sollen kleine und mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung ihrer betrieblichen Ausbildung unterstützen sowie den betrieblichen Ausbildern in rechtlichen Fragen Hilfestellung leisten und ggf. Ihr Wissen auffrischen oder verbessern, um Konfliktsituationen während der Ausbildung besser meistern zu können.
Die Workshops sind berufsübergreifend und branchenunabhängig. Bei der Teilnahme an einem Workshop können Sie im Anschluss an den Fachvortrag mit den eingeladenen Referenten bzw. Ausbildungsberatern der Kammer Ihre Erfahrungen und eventuelle Problemsituationen diskutieren und daraus eine Lösung für sich erarbeiten.
Folgende Themen haben wir für Sie zusammengestellt:
1. Ausbilderworkshop: Fördermöglichkeiten der Berufsausbildung
Vortrag: Förderung der Ausbildungsvergütung durch SOKA-BAU
Inhalt: Ausbildungsvergütung in der Bauwirtschaft, Erstattungsumfang, Erstattung bei Wechsel des Ausbildungsbetriebes, Erstattung im Krankheitsfall, Verwendung der Ausbildungsnachweiskarte, Erstattung der Kosten für den Besuch überbetrieblicher Ausbildungsstätten
Vortrag: Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit
Inhalt: Einstiegsqualifizierung, Ausbildungsbonus, Eingliederungszuschuss
Vortrag: Ausbildung über die Ausbildungsgemeinschaft Industrie, Handel und Handwerk e. V. (ABG)
Inhalt: was wird gefördert, wann kann eine Förderung beantragt werden, welche Voraussetzungen müssen die Bewerber/innen erfüllen, Höhe der Ausbildungsvergütung, welche Anforderungen werden an den Betrieb gestellt, wie erfolgt die Zusammenarbeit mit der ABG
Es wird jeweils ein Referent der SOKA-BAU, Agentur für Arbeit und ABG den Fachvortrag über die Fördermöglichkeiten halten.
2. Ausbilderworkshop: Berufsausbildungsrecht von A - Z
In diesem Workshop werden Rechte und Pflichten des Auszubildenden sowie Rechte und Pflichten des Ausbildungsbetriebes erörtert. Weitere Themen werden rechtliche Grundlagen der Berufsausbildung sein, wie z. B. Probezeit, Ausbildungsordnung, Abmahnungen, Kündigung, Arbeitszeit, Berichtsheft, ÜLU, Prüfungen …
Fragestellungen der betrieblichen Ausbilder sind ausdrücklich erwünscht und werden mit den Ausbildungsberatern der Kammer diskutiert.
3. Ausbilderworkshop: Suchtverhalten im Rahmen der Berufsausbildung
Inhalt: Einführung in Suchterkrankungen allgemein, die Bedeutung von Suchterkankungen im Zuge der Identitätsentwicklung, Vorstellung eines einschlägigen Fallbeispiels, Diskussion konkreter Fragestellungen der Teilnehmer
Referent: Dipl. Psych. Stefan Hellert, Leiter der Suchtberatungsstelle
4. Ausbilderworkshop: Konfliktbewältigung während der Ausbildung
Vortag: „Der guckt schon so…“
Handlungsmotive von aggressiv-verhaltensauffälligen Jugendlichen
Während in der aktuellen Debatte jugendliche Gewalttäter zumeist als eine homogene Gruppe beschrieben werden, unterscheiden sie sich tatsächlich sehr voneinander: Der eine Jugendliche wendet Gewalt an, um sein Ziel zu erreichen (z. B. das teure Handy des Mitschülers zu bekommen), ein anderer schlägt zu, um sich gegen eine vermeintliche Provokation zu wehren und ein dritter Jugendlicher zieht mit einer diffusen Wut durch die Straßen und glaubt, dass er sich heute noch schlagen „muss“ damit es ihm besser geht. Mit diesen drei Typen aggressiver Jugendlicher muss man unterschiedlich umgehen. Während Strafe und Kontrolle bei dem einen genau das richtige Mittel ist, führt es bei einem anderen Jugendlichen zur Eskalation. Nur wenn man die unterschiedlichen Motive jugendlichen Gewalthandelns erkennt, kann man auch angemessen und deeskalierend reagieren.
Vortag: Soziale Informationsverarbeitung
In sozialen Situationen laufen bei allen Menschen innerhalb von kürzester Zeit kognitive Prozesse ab, die dazu dienen die Szene einzuschätzen und angemessen reagieren zu können. Dieses Schema der „sozialen Informationsverarbeitung“ läuft in der Regel unbewusst und unwillkürlich ab und verfestigt sich im ungünstigen Falle über „maladaptive“ Verstärkung zu sozial unangemessenem Verhalten.
In diesem Seminar werden die Stufen der „Sozialen Informationsverarbeitung“ dargestellt und Fehlanpassungen von dissozialen Jugendlichen analysiert. Für das pädagogische Handeln ist es von erheblicher Bedeutung an welcher Stufe der Informationsverarbeitung der Jugendliche Defizite hat, denn ein Jugendlicher, der z. B. dazu neigt, Signale aus seiner sozialen Umwelt grundsätzlich als feindselig zu interpretieren und sich deshalb eher aggressiv verhält, braucht für eine Verhaltensänderung andere Erfahrungen, als ein Jugendlicher, dem (lediglich) keine geeigneten Handlungsstrategien zur Verfügung stehen.
Referentin: Diplom-Sozialpädagogin Rebecca Friedmann, Denkzeit e. V.
Das Anmeldeformular, dem Sie die Termine in Ihrer Region entnehmen können, finden Sie als Download-Datei.
Profitieren Sie von der Kompetenz der Referenten und melden sich mit der beiliegenden Faxantwort bis spätestens 1 Woche vor dem entsprechenden Ausbilderworkshop an.
Hinweis: Sie können das Formular nicht am PC ausfüllen. Bitte drucken Sie das Formular aus, tragen Ihre Daten ein (bitte mit Stempel und Unterschrift) und schicken es per Post an:
Handwerkskammer Frankfurt (Oder)
Region Ostbrandenburg
Jörg Wiesniewski
Bahnhofstraße 12
15230 Frankfurt (Oder)
bzw. per Fax auf: 03 35 – 56 57 73 13
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