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Energiestrategie 2030 - Kammern, Verbände und Energiewirtschaft können jetzt Stellung nehmen

Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers und Umweltministerin Anita Tack haben am 10. Januar 2012 in Potsdam den Entwurf für die „Energiestrategie 2030“ vorgelegt. In dem 54 Seiten umfassenden Entwurf werden die Schwerpunkte und Ziele in der Energiepolitik für die nächsten Jahre formuliert.
Der Entwurf orientiert sich an dem Zielviereck aus Umwelt und Klimaverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit sowie Akzeptanz und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
 
Wesentliche Ziele sind:

  • Der Endenergieverbrauch soll bis 2030 um 23 Prozent sinken, das entspricht durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr. Der Primärenergieverbrauch soll um 22 Prozent sinken.
  • Die erneuerbaren Energien sollen bis 2030 einen Anteil von mindestens 30 Prozent am Primärenergieverbrauch haben, am Endenergieverbrauch soll der Anteil 50 Prozent betragen.
  • Der Netzausbau und die Entwicklung der Speichertechnologien müssen verstärkt werden, um die Systemintegration der erneuerbaren Energien zu gewährleisten.
  • Um den sozialverträglichen Umbau der Energieversorgung und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, soll die zunächst Braunkohleverstromung effizient und CO2-arm fortgesetzt werden.
  • Die CO2-Emissionen sollen bis 2030 um 72 Prozent (auf 25 Mio.Tonnen gegenüber dem international üblichen Referenzjahr 1990) gesenkt werden.
  • Forschung und Entwicklung in den Themenfeldern Energie und Klima werden auch weiterhin nachdrücklich unterstützt.
  • Die transparente Informationspolitik wird fortgesetzt, die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Regionen soll gestärkt werden.
  • Beschäftigung und Wertschöpfung sollen im Rahmen der Energiewende stabilisiert werden.

 
Den ausführlichen Entwurf der Energiestrategie 2030 entnehmen Sie bitte dem beigefügten Download.

Der Entwurf der „Energiestrategie 2030“ ist am 10. Januar 2012 den Abgeordneten des Landtages, den Umwelt- und Wirtschaftsverbänden, der Energiewirtschaft, dem Nachhaltigkeitsbeirat, den Mitgliedern der Umweltpartnerschaft sowie Gewerkschaften und Kammern zugeleitet worden. Bis Mitte Februar 2012 haben sie Gelegenheit, Stellungnahmen abzugeben, die dann für die endgültige Fassung der „Energiestrategie 2030“ ausgewertet werden. Wann die Landesregierung die Energiestrategie im Kabinett verabschieden wird, steht noch nicht fest.

Für Anregungen und Hinweise wenden Sie sich an die Technische und Umweltberaterin Yvonne Pilz unter Telefon 0335 5619-127 oder per Mail an yvonne.pilz@hwk-ff.de

Quelle: www.brandenburg.de



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