Gemeinsame Pressemitteilung der Polizeidirektion Ost, des Zolls, der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und des Landkreises Märkisch-Oderland


Warnung vor falschen Dachdeckern

Im September boten rumänische Wanderarbeiter Dachdeckerarbeiten einer Hausbesitzerin in Birkenstein an. Für die Montage von mitgebrachten Kupferrohren verlangten sie 300,- Euro. Zu dem zweiten Termin am Nachmittag informierte die Anruferin die Polizei, da sie bereits Kenntnis von der Betrugsmasche hatte.

Die eingesetzten Polizeibeamten stellten vier Rumänen in einem weißen Transporter fest. Eine Identitätsfeststellung ergab, dass drei der vier Fahrzeuginsassen bereits wegen Betruges bekannt sind. Weitere  Ermittlungen ergaben, dass der Ford Transit schon häufig von Zeugen in Zusammenhang mit betrügerischen Dachdeckerarbeiten beobachtet wurde. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen versuchten Betruges aufgenommen.

Im Jahr 2017 wurden in der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland ca. 20 solcher Betrugsfälle angezeigt. Weiterhin ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Betroffen waren überwiegend Hausbesitzer in Märkisch-Oderland aber auch im Landkreis Oder-Spree.

Die Polizei warnt vor unseriösen mobilen Gewerbetreibenden, die an Haustüren klingeln und zu absolut niedrigen Preisen Reparaturleistungen anbieten.

Die Betrüger suchen sich oftmals ältere Hausbesitzer als Opfer aus und vereinbaren einen erschwinglichen Betrag in bar. Nach der zumeist handwerklich stümperhaften Ausbesserung verlangen die Täter bei einem späteren Termin mehrere tausend Euro.

Die zumeist älteren Menschen werden oftmals nicht nur um den vereinbarten Geldbetrag betrogen,  sondern müssen den nun angerichteten Schaden von einem hiesigen Dachdeckerfachbetrieb beheben lassen.

Die Polizei rät:

Rufen sie die Polizei an, wenn sie verdächtig günstige Handwerkerleistungen angeboten bekommen. Notieren sie sich die amtlichen Kennzeichen von Fahrzeugen, mit denen die Täter unterwegs sind.

Handwerkerarbeiten sollten in schriftlichen Verträgen vereinbart werden, denn nur dann besteht auch Gewährleistung nach Abschluss der Arbeiten. Darin sind auch der Umfang der Arbeiten und die Preise festgelegt.

Handwerkskammer rät:

Lassen Sie sich nicht auf Haustürgeschäfte ein! Wählen Sie immer Firmen aus der Region für Handwerksarbeiten auf Ihrem Grundstück/an Ihrem Haus.

Lassen sie sich die Handwerkerkarte zeigen! Dann können sie die Firmenadresse nachprüfen und per Internet die Referenzen einsehen. Gehen sie nicht in Vorleistung und überweisen sie die Gesamtsumme nach Abschluss der beanstandungsfreien Leistung auf das Firmenkonto.

Ausländische Handwerker müssen ein aktuelles Formular bei sich führen, das nicht älter als ein Jahr ist und in deutscher Sprache von einer deutschen Handwerkskammer ausgestellt worden ist. Dieses berechtigt zu Dachdeckerarbeiten, wenn es auf dem Formular ausgewiesen ist.

Der Zoll rät:

Lassen Sie sich eine Rechnung ausstellen. Hierzu ist der Auftragnehmer nach Umsatzsteuerrecht innerhalb von sechs Monaten verpflichtet. Diese Rechnung ist zwei Jahre aufzubewahren. Und Achtung: Ordnungswidrig handelt, wer

Dienst- oder Werkleistungen in erheblichem Umfang durch ein nicht in die Handwerksrolle eingetragenen zulassungspflichtigen Gewerbetreibenden ausführen lässt. Deshalb lassen Sie sich das Formular der deutschen Handwerkskammer vorlegen.

Die Veröffentlichung der Märkischen Oderzeitung finden Sie hier:

Peter Götze

Sachbearbeiter Bekämpfung unerlaubter Handwerksausübung und Stellungnahmen

Telefon: 0335 5619 - 148
Telefax: 0335 56577 - 341

peter.goetze@hwk-ff.de

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -