„Ich würde es immer wieder so machen!“


Mit der großen Wende vollzog der Gasmonteur Burckhardt Lähme konsequent auch die kleinere Wende für sich und seine Familie. Hinter dem damals 38-Jährigen lagen über 20 Arbeitsjahre im Frankfurter Energiekombinat und beim HGS, dem Haushaltsgeräteservice. Der Einbau und die Reparatur von Gasgeräten waren sein Metier. So meldete er im März 1990 bei der Handwerkskammer sein Gewerbe an und ging zielbewusst seinen Weg in die Selbstständigkeit. Seine erste Werkstatt war ein Schuppen, der zu der großen Altbauwohnung gehörte, die er mit seiner Familie in der Bergstraße bewohnte. Und er meldete sich zum Meisterlehrgang an, den er 1995 erfolgreich abschloss.

Überhaupt war das Jahr 1995 für Burckhardt Lähme ein Höhepunkt. Denn neben dem Meisterbrief konnte er Ende des Jahres schräg gegenüber in der gleichen Straße noch ein neues, geräumiges Haus beziehen, das Raum für Wohnungen und Werkstatt umfasst.

Der Gas-, Heizungs- und Sanitärbetrieb ist fast ausschließlich in Frankfurt und Umgebung tätig. Im Vordergrund stehen Wartung und Reparatur vor allem von Junkersgeräten. Wie viele seiner Berufskollegen setzt der Handwerksmeister nicht auf ein großes Werbebugdet. Zufriedene Kunden und Mund-zu-Mund-Propaganda sorgen ständig für eine gute Auftragslage.

Für Burckhardt Lähme steht fest: Die Entscheidung für die Selbstständigkeit war in seinem Fall goldrichtig. „Ich würde es immer wieder so machen“, sagt er. Er würde es auch vielen, wenn auch nicht allen jungen Menschen heute empfehlen. Seine Frau Rita gibt zu bedenken, dass in all den zurückliegenden Jahren das Ausmaß der Bürokratie ständig zugenommen habe. Sie hätten es erlebt und sind damit fertiggeworden. Doch für einen Neueinsteiger sei es bestimmt schwer zu verkraften.

Der Meister hat insgesamt vier Lehrlinge ausgebildet. Leider sei keiner bei diesem Beruf geblieben. Vor Jahren habe er noch einmal einen Versuch unternommen, einen Lehrling zu bekommen. Aber trotz der Unterstützung durch die Handwerkskammer und die Arbeitsagentur habe er keinen Erfolg gehabt.

Burckhardt Lähme ist Mitbegründer der Innung der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Frankfurt (Oder) und seit Jahren Kassenwart. Der Erfahrungsaustausch mit Berufskollegen, neueste Fachinformationen und das ständige Ringen um Qualitätsarbeit steht in der Innung obenan und ist für ihn unerlässlich. Dass sein Unternehmen mit den fünf Mitarbeitern weiterbestehen wird, ist für den langjährigen Unternehmer gewiss. Sein Sohn Sascha hat bereits vor zehn Jahren seinen Meister gemacht und ist seine rechte Hand.

Burckhardt Lähme baut auf Kontinuität und Beständigkeit. Er scheint in sich zu ruhen und macht einen vertrauenerweckenden Eindruck.  Und er schätzt die Leistungen der vorangegangenen Generationen. Davon zeugt auch sein Hobby: Er sammelt historische Gaszähler und Gaslampen, die einst Zierde einer jeden guten Stube waren. Oft hat er die alten Instrumente vor der Schrottpresse bewahrt und sachkundig aufpoliert. Der älteste Gaszähler stammt aus dem Jahr 1912, einer Zeit, in der die Elektrizität noch keinen Einzug in die Wohnhäuser gehalten hatte. Der vielleicht originellste Zähler ist der, bei dem man zuerst Münzen einwerfen musste, um erst dann sein Süppchen kochen zu können, genau das Richtige für die Sparfüchse von einst.

Burckhardt Lähme Gas – Heizung – Sanitär

Bergstr. 50
15230 Frankfurt (Oder)
0335 6801008
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