Zum Chef hochgearbeitet


Der Elektrotechnikermeister Manuel Trebbin schaffte es in sieben Jahren vom Azubi zum Niederlassungsleiter bei der Firma „Schulz Systemtechnik“ in Lebus.

Eigentlich wollte Manuel Trebbin Profi-Fußballer werden. Um seinen Traum zu verwirklichen, trainierte er erst an der Sportschule Frankfurt und später an der Sportschule Berlin. Doch als klar war, dass es mit der Karriere als Mittelfeldmotor nichts werden würde, entschied er sich stattdessen auf sein technisches Verständnis zu setzen. Trebbin begann eine Ausbildung als Elektriker für Energie- u. Gebäudetechnik bei der Firma „Schulz Systemtechnik“ in Lebus.

Sein Ehrgeiz war jedoch auch im Handwerk ungebrochen. Schnell absolvierte er seine Lehre, kurz darauf arbeitete er im Betrieb bereits als Projektleiter. „Auf einmal hatte ich ständig mit Ingenieuren und anderen Handwerksmeistern zu tun. Da war mir klar, dass ich mich weiterbilden muss“, sagt Manuel Trebbin.

2011 begann er deshalb mit der Meisterschule. Eine lehrreiche Zeit für den Ost-Brandenburger. „Ich habe damals viele interessante Menschen aus anderen Berufen kennengelernt“, sagt der Jungmeister. Privat musste er dafür viel zurückstecken. „Für die Freundin und Hobbys war leider wenig Zeit“, sagt Trebbin. Über drei Jahre fuhr er jedes Wochenende in die Meisterschule nach Frankfurt. Groß war die Erleichterung, als er 2014 seinen Meisterbrief erhielt.

Ursprünglich war sein Plan einmal, Elektrotechnik nach dem Abitur zu studieren. Doch seine Noten reichten nicht für die begrenzten Studienplätze. Im Nachhinein ist er jedoch froh über dieses Schicksal: „Ich würde heute jedem empfehlen zunächst praktische Erfahrungen zu sammeln“, sagt der Lebuser. Seine Karriere entwickelte sich auch so blendend: Innerhalb von nur sieben Jahren arbeitete er sich vom Azubi zum Niederlassungsleiter der Firma „Systemtechnik Schulz“ in Lebus hoch. „Das ging alles sehr schnell und überraschend“, sagt Manuel Trebbin.

Nun ist er für alle Belange, die den Standort betreffen, zuständig: Er berät Kunden vor Ort, schreibt Angebote, erstellt Schalt- u. Übersichtspläne, akquiriert Aufträge und sorgt für deren Abwicklung, um die Auslastung für die insgesamt 18 Mitarbeiter zu gewährleisten. Seine Verantwortung ist immens: „Als Azubi war ich früher bei Dienstschluss alle Sorgen los. Heute wache ich manchmal nachts auf und denke, wie ich manches besser machen könnte.“

Seine Firma entwickelt und wartet computergestützte Systeme für Nutztieranlagen in Ostdeutschland und Osteuropa. Dort steuern seine Systeme das Klima, die Beleuchtung und Fütterungsprozesse bis hin zu Alarm- und Überwachungseinrichtungen in den Tierzuchtbetrieben. Trebbin will jedoch zukünftig auch in andere Branchen mit dem Knowhow der Firma vordringen. Sich selbst sieht er ebenfalls noch nicht am Ende seines Weges angekommen.

In naher Zukunft will er an der Handwerkskammer die Ausbildung zum Betriebswirt absolvieren. „Bei dem technischen Wandel heute man muss ständig am Ball bleiben“, sagt Trebbin. Nur im Fußball, immer noch wichtiger Bestandteil seines Lebens, hat sich diese Sichtweise verändert. Als sein Trainer beim SV Blau-Weiss Markendorf ihn letztens kritisierte, er solle mehr die Mitspieler dirigieren, winkte Trebbin gleich ab: „Das habe ich schon genug auf der Arbeit.“

Manuel Trebbin

Niederlassungsleiter
(Schulz Systemtechnik)
Lebus

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