Fliesenleger kümmert sich um die Instandhaltung in der Therme


Ein seltener Anblick in der SaarowTherme – keine Gäste, keine Mitarbeiter und kein Wasser in den Becken. Für einen Tag war die Therme für den Publikumsverkehr geschlossen, um den Handwerkern ein ungestörtes Arbeiten zu ermöglichen. Zuvor mussten Fliesenlegermeister Matthias Lindemann und seine Mitarbeiter um die Wellnessgäste herum arbeiten – erst im Innenbecken, nun im Außenbereich. Dieser ist während der Arbeiten für die Besucher gesperrt.

Keine Alltagsaufgaben

Die Firma Matthias Lindemann ist ein gern gesehener „Gast“ in der Therme am Scharmützelsee. Schon die Saunalandschaft und Dampfbäder kleideten sie mit Fliesen und Mosaiken aus. Die besondere Herausforderung dabei: jede Fliese – und ist sie noch so klein – muss einzeln verlegt werden. Das Wasser und der heiße Dampf greifen Fliesenmatten an. Eine lange Haftbarkeit kann so nicht gewährleistet werden, weiß Matthias Lindemann. Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger sieht er solch fehlerhaften Arbeiten zur Genüge und weiß, wie Arbeiten ausgeführt werden müssen, um Eigentümer und Gäste lange zu erfreuen.

DSC_2564

© hwk-ff.de/Daniel Krause

Fortbildung ist wichtig

Seit 2007 ist Lindemann als Sachverständiger für die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg tätig. Regelmäßige Weiterbildungen für ihn und seine Mitarbeiter sieht er daher als Pflicht. Einmal pro Jahr verordnet er sich und seinen vier Angestellten eine Fortbildung. Auch deshalb ist er gefragt, wenn die Arbeiten „normale“ Tätigkeiten übertreffen.

Für das Außenbecken der Bad Saarower Therme hatten der Müllroser Unternehmer und seine Gesellen eine Woche Zeit, dann konnten die Thermenbesucher wieder den kompletten Wellnessbereich nutzen. Drei Mitarbeiter waren für die Baustelle abgestellt. Bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius wurden die Arbeiten extrem sorgfältig und genau ausgeführt. Die hohen Temperaturen setzen dem Epoxidharz zu und verursachen ein schnelles Verklumpen.

Fehlende Meisterpflicht setzt dem Gewerk zu

Das Wissen darum würde er auch gerne an die nächste Generation Fliesenleger weitergeben und einen Lehrling ausbilden. Lindemann sieht die fehlende Meisterpflicht als Hauptgrund für das fehlende Interesse bei jungen Menschen, den Beruf zu erlernen. Er begrüßt daher die angestrebte „Rückvermeisterung“ ab 2020. Dabei sei der Beruf des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers sehr abwechslungsreich. Neben einfachen Bädern in Wohnungen und Einfamilienhäusern findet man sich auch in Schwimmbädern oder in Bädern von Prominenten wieder. Diese bleiben aber ein Firmengeheimnis.

DSC_2559

© hwk-ff.de/Daniel Krause

Michael Thieme

Pressereferent Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0335 5619 - 108
Telefax: 0335 56577 - 375

michael.thieme@hwk-ff.de

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -