Pandemie-Arbeitsschutzstandards für das Friseurhandwerk


Friseure dürfen seit dem 4. Mai 2020 – unter Einhaltung der Hygieneauflagen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) – wieder öffnen. Gemäß § 3 Abs.2 der Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg vom 8. Mai 2020 haben Arbeitgeber auf der Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung ein Hygienekonzept umzusetzen. Dabei sind die einschlägigen besonderen Hygieneregeln und -empfehlungen des Robert Koch-Instituts zum Infektionsschutz sowie die entsprechenden Vorgaben und Hinweise der Arbeitsschutzbehörde und des zuständigen Unfallversicherungsträgers zum Arbeitsschutz zu beachten.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat einen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für die Branche Friseurbetriebe erarbeitet.

Bestmöglicher Schutz für Beschäftigte

Die Regelungen sind für alle Friseurbetriebe verbindlich und ergänzen den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesarbeitsministeriums um branchenspezifische Vorgaben. Ziel ist es, das Risiko einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus für Inhaber, Beschäftigte und Kunden von Friseursalons bestmöglich zu reduzieren. Die BGW berät Friseurbetriebe bei der Umsetzung und überprüft die Einhaltung der Regelungen.

Vorgeschriebene Schutzmaßnahmen

Der neue Branchenstandard enthält Hygieneregeln, Handlungsanweisungen und räumliche Vorgaben. Dabei gilt die Rangfolge: technische vor organisatorischen vor persönlichen Schutzmaßnahmen. Zu den verpflichtenden Maßnahmen in Deutschland gehören unter anderem:

– Mund-Nasen-Schutz für Beschäftigte und Kundschaft
– Obligatorisches Haarewaschen im Salon
– Ausreichende Schutzabstände, gegebenenfalls mit Anpassung von Friseurarbeitsplätzen
– Abschaffung von Wartezonen
– Verwendung jeweils gereinigter Arbeitsmaterialien je Kunde
– Optimierte Lüftung
– Unterweisung der Beschäftigten in Schutzmaßnahmen, Händehygiene und Hautschutz

Um Friseurbetriebe bei der praktischen Umsetzung der Arbeitsschutzstandards zu unterstützen, entwickelt die BGW zusätzlich eine Handlungshilfe. Diese wird mit dem Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und der Gewerkschaft abgestimmt und wird vor der voraussichtlichen Wiedereröffnung der Friseursalons vorliegen.

PDF-Downloads in der rechten Spalte.

Der vollständige branchenspezifische SARS-CoV-2-Standard für Friseurbetriebe ist auf www.bgw-online.de/corona zu finden.

Für Fragen von Mitgliedsbetrieben und Versicherten hat die BGW eine Hotline eingerichtet. Über die Telefonnummer (040) 202 07 – 18 80 erhalten Mitgliedsbetriebe und Versicherte Auskünfte zu Fragen rund um das neuartige Virus aus Sicht der gesetzlichen Unfallversicherung: Montag – Donnerstag: 7.30 – 16 Uhr und Freitag: 7.30 – 14.30 Uhr.

Über den für alle Friseurbetriebe verbindlichen Branchenstandard hinaus sind länderspezifische Vorgaben ebenso wie weitere ergänzende Empfehlungen des RKIs umzusetzen. Insoweit beachten Sie bitte die verbindlichen Vorgaben für Schutzmaßnahmen in Friseurbetrieben der Landesregierung in Brandenburg zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus, die in der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 17.04.2020 in der geänderten Fassung vom 24.04.2020 geregelt sind.

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