Sonderumfrage „Fachkräfte (gewinnen & halten)“


Demografische und gesellschaftliche Entwicklungen, wie bspw. die zunehmende Studierneigung der Schulabgänger, erschweren zunehmend die Suche der Handwerksbetriebe nach Auszubildenden und Fachkräften. Hinzu kommt die aktuell sehr gute Konjunktur in Deutschland, die zu einer anhaltend hohen Nachfrage nach Fachkräften durch die Wirtschaft führt.

Viele Handwerksbetriebe haben bereits vielfältige Maßnahmen umgesetzt, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber für Auszubildende und Fachkräfte zu erhöhen. Um einen Überblick über diese Maßnahmen und deren Erfolg zu gewinnen, hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit vielen Handwerkskammern diese Umfrage durchführt.

Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg beteiligte sich aktiv an dieser Sonderumfrage.  Die Ergebnisse auf Kammerebene stellen wir Ihnen gern auf diesen Seiten zur Verfügung. Die Umfrageergebnisse bilden eine wichtige Grundlage zur Erstellung von Handlungsempfehlungen für die Handwerksbetriebe beim Werben um Auszubildende und Fachkräfte.

Die Umfrage beinhaltete  insgesamt 5 Fragen:

  • Wie hat sich im letzten Jahr die Fachkräftesuche in Ihrem Betrieb gestaltet?
  • Welche Fachkräfte-Potenziale planen Sie künftig vermehrt anzusprechen?
  • Welche Maßnahmen nutzt Ihr Betrieb bereits für die Mitarbeiterbindung/-gewinnung?
  • Waren die bisher in Ihrem Betrieb umgesetzten Maßnahmen erfolgreich bei der Fachkräftegewinnung/-bindung?
  • Welche Kanäle nutzt Ihr Betrieb bei der Fachkräftesuche?

 

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass die Engpässe bei der Fachkräfteverfügbarkeit inzwischen viele Handwerksbetriebe vor große Herausforderungen bei der Personalsuche stellen. Die Betriebe unternehmen vielfältige Anstrengungen, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, sind damit allerdings nicht immer erfolgreich:

  • 38 Prozent der Handwerksbetriebe hatten im vergangenen Jahr große Mühe bei der Suche nach Fachkräften oder waren sogar erfolglos.
  • Bei der Fachkräftesuche konzentrieren sich die Betriebe nicht auf bestimmte Gruppen, sondern ziehen ein breites Spektrum potenzieller Mitarbeiter in Betracht. Lediglich Fachkräfte mit akademischem Hintergrund werden nur von abgegrenzten wenigen Betrieben als Zielgruppe ausgemacht.
  • Die Betriebe nutzen ein breites Spektrum von Instrumenten, um Mitarbeiter an den Betrieb zu binden bzw. für diesen zu gewinnen. Dabei haben 24 Prozent der Betriebe gute Erfahrungen mit den von ihnen genutzten Instrumenten gemacht, während 27 Prozent diese als erfolglos bewerten.
  • Als gut geeignet zur Fachkräftebindung und -gewinnung bewerten die Betriebe vor allem finanzielle Anreize (bspw. übertarifliche Bezahlung, Urlaubsgeld) und Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsklimas (Feedback-Gespräche, Auszeichnungen für gute Leistungen).
  • Bei der Fachkräftesuche nutzen die Betriebe vor allem klassische Kanäle wie die Arbeitsagenturen oder Anzeigen in regionalen Zeitungen. Weniger verbreitet sind aktuell noch Social-Media-Kanäle oder Online-Stellenanzeigen.

Den Bericht zur Auswertung der Sonderumfrage auf Bundesebene sowie eine kurze regionale Zusammenfassung  stellen wir Ihnen als Download auf diesen Seiten zur Verfügung.

Für Ihre Mitarbeit danken wir Ihnen recht herzlich.

Jördis Kaczmarek

Sekretariat Gewerbeförderung

Telefon: 0335 5619 - 120
Telefax: 0335 5619 - 123

joerdis.kaczmarek@hwk-ff.de

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