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Andreas Lagansky ist seit 28 Jahren Ausbilder für angehende Zimmermänner und – frauen. Wir sprachen mit ihm über Ausbildungssoftware, fehlenden Support und den Verlust praktischer Fähigkeiten.

Andreas Lagansky mit der von ihm entwickelten Software
Andreas Lagansky

DHB: Herr Lagansky, was ist das für eine merkwürdige Konstruktion da auf Ihrem Tisch?

Andreas Lagansky: Sie meinen sicher diese Konstruktion hier. Das ist mein Meisterstück.

DHB: Sieht aus, wie das Modell eines Dachstuhlteils.

Andreas Lagansky: Das stimmt. Dabei ging es damals darum, zu zeigen, dass man die hochkomplexe Zimmermannstechnik des „Schiftens“ beherrscht.

DHB: „Schiften“? Ich kenne nur die „Shift“-Taste am Computer…

Andreas Lagansky: Stellen Sie sich vor, Sie müssten einen kleinen Dachstuhl für Ihr Gartenhäuschen zimmern und wollen alle Teile vorher zuschneiden, so dass Sie sie auf der Baustelle nur noch zusammenbauen müssen. Sie müssen jede Ecke, jede Kante, jede Schräge, jeden Winkel vorher vorgedacht und auf Maß zugeschnitten haben, wenn möglich millimetergenau. Und genau das ist es, was Zimmerleute das „Schiften“ nennen.

DHB: Sie gelten als Spezialist für diese besondere technische Fähigkeit, haben als Autodidakt dafür sogar eine spezielle Lernsoftware für die Ausbildung von Lehrlingen und Meisterschülern entwickelt. Wie kam es dazu?

Andreas Lagansky: Das ist eine lange Geschichte….

DHB: Wir lieben lange Geschichten – wenn sie spannend sind.

“Ich wollte nie Zimmermann werden” 

Andreas Lagansky: Ehrlich. Ich wollte eigentlich nie Zimmermann werden. Ich wäre lieber Rundfunk- und Fernsehtechniker geworden.

DHB: Wie kam das?

Andreas Lagansky: Mein Großvater war ein großer Bastler. Dem habe ich immer zugesehen. Und manchmal durfte ich sogar mitbasteln. Einmal habe ich erlebt, wie er sich einen Plattenspieler gebaut hat – komplett funktionsfähig. Das hat mich fasziniert und mir ungeheuer imponiert.

DHB: Und warum haben Sie dann etwas Anderes gelernt?

Andreas Lagansky: Weil ich dafür in der DDR Vitamin B gebraucht hätte – das „B“ stand für „Beziehungen“. In Neuzelle, wo ich aufwuchs, gab es damals nur einen Ausbildungsplatz. Klar, ich hätte die Ausbildung auch ohne Beziehungen machen können. Aber dafür verlangte man von mir, dass ich mich auf zehn Jahre bei der Armee verpflichte, wo man mich in die Funktruppen gesteckt hätte. Nee Danke! Also nahm ich, was ich kriegen konnte.

DHB: Und das war eine Ausbildung zum Zimmerer?

Andreas Lagansky: Genau. Beim BKK Ost in Eisenhüttenstadt brauchte man für diverse Großbaustellen Einschaler im Akkord. Die bildeten, ich will es mal vorsichtig ausdrücken, Schmalspurzimmerer aus. Ich hatte Glück, es gab auch eine kleine Betriebstischlerei und da wurden plötzlich zwei Lehrlinge gesucht. Dort konnte ich meine Ausbildung beenden und lernte von dem alten Meister wirklich alles, was man im Zimmererhandwerk braucht. Das machte mir solchen Spaß, dass ich die Lehre ein halbes Jahr früher abschloss. Während die anderen noch ein halbes Jahr Lehrlingsgeld bekamen, „sahnte“ ich schon den Einsteigerfacharbeiterlohn von 625 Mark ab. Allerdings konnte ich als Geselle nicht in der Tischlerei bleiben.

“Körperliche Arbeit schon als Kind gewöhnt” 

DHB: Es ging zurück auf die Großbaustellen?

Andreas Lagansky: Genau. Wieder: Einschalen, Einschalen, Einschalen. Meine letzte Großbaustelle war das Spanplattenwerk in Beeskow. Dann habe ich mir gesagt, jetzt reichts!

DHB: War es die schwere körperliche Arbeit, die Sie frustrierte?

Andreas Lagansky: Ach was! Körperliche Arbeit war ich schon als Kind gewohnt. Mein Vater war Forstarbeiter, hat Bäume gepflanzt, gefällt und im Sägewerk Grunow geschält und geschnitten. Und ich, wenn keine Schule war, immer „mittenmang“. Auch wenn Grubenhölzer auf Waggons verladen wurden. Mann, waren die schwer! Also: Er brachte mir bei, dass man mit seiner Hände Arbeit Geld verdienen kann. Dass das nichts ist, wofür man sich schämen muss. Dass man darauf stolz sein kein.

DHB: Klingt nach schwerer Kindheit?

Andreas Lagansky: I wo, überhaupt nicht. Es war schön, mit dem Vater im Wald zu sein. Bäume zu pflanzen, in den Pausen Blaubeeren und Pilze zu sammeln oder in einem der Seen baden zu gehen. Ich werde diese Zeit nie in meinem Leben vergessen.

DHB: Was kam nach den Großbaustellen?

Andreas Lagansky: Nachdem ich bei der NVA anderthalb Jahre Brückenpontons hin- und hergefahren hatte, begann ich in einem Sägewerk, einen Job, den ich 10 Jahre lang mit viel Freude machte. Dann kam die Wende und das Aus für das Sägewerk. Es folgten Arbeitslosigkeit und Warteschleife. Dann bekam ich einen Job in einer Dachbaufirma. Dort arbeitete ich drei Jahre und machte neben dem Beruf meinen Zimmerer-Meister. Damals hörte ich das erste Mal etwas vom „Schiften“. Das war eine harte Zeit. Aber in dieser Zeit wurde die Weiche für mein weiteres berufliches Leben gestellt.

DHB: Sie wurden vom Leiter des ÜAZ angesprochen, ob Sie sich eine Arbeit als Ausbilder vorstellen könnten…

Andreas Lagansky: Genau. Ich war damals 33 und sagte Ja. Meine Kollegen in der Baufirma zeigten mir einen Vogel und meinten, die Jugend von heute, die macht dich doch fertig. Aber meine Frau hat gelacht und gesagt: Ach weeßte, zurück kannste immer noch.

“Als Autodidakt das Programmieren beigebracht” 

Andreas Lagansky mit Lehrlingen
Andreas Lagansky mit Lehrlingen

DHB: Wie kam es dazu, dass Sie sich als Autodidakt das Programmieren beibrachten?

Andreas Lagansky: Um so etwas hinzubekommen wie mein Meisterstück, brauchen sie ein versiertes räumliches Vorstellungsvermögen. Sie müssen sozusagen in 3-D denken können. Gerade das ist eine Fähigkeit, die kaum einer der jungen Leute besitzt, die in unsere Ausbildung kommen. Die Frage war für mich als Ausbilder also: Wie kann ich den jungen Leuten helfen?

DHB: Und da entdeckten sie die Digitalisierung für sich?

Andreas Lagansky: So kann man das sagen. Ich fragte mich, es muss doch eine Möglichkeit geben, den jungen Leuten das, was ich mir mühsam aus Büchern erarbeiten musste in wesentlich einfacherer Form zu erklären und dabei das räumliche Vorstellungsvermögen zu trainieren. Ich Entstanden ist eine Software, die die Ausbildung für das „Schiften“ enorm vereinfachte und bis heute von meinen Lehrlingen und Meisterschülern aus Ost und West mit Begeisterung benutzt wird. Das Bundeskompetenzzentrum (welches ?) hat nichts Vergleichbares.

DHB: Wie kommt das?

Andreas Lagansky: In der Berufsausbildung in Deutschland gibt es bis heute kein System, solche Initiativen bundesweit nutzbar zu machen und entsprechendes Engagement von Ausbildern zu fördern. Wenn ich in Rente gehe, wird das Programm nicht weiterentwickelt und als Ausbildungshilfe für Lehrlinge und Meisterschüler verschwinden und mit ihm das Ergebnis von 12 Jahren Entwicklungsarbeit.

DHB: Was würden Sie sich wünschen?

Andreas Lagansky: Wie im Bereich der Privatwirtschaft wird es auch im Bereich der Ausbildung unumgänglich Instrumente zu schaffen, die Anreize zur Entwicklung von modernen Ausbildungsprogrammen setzen und entsprechende Initiativen unterstützen. Es gibt keinen bundesweiten Wettbewerb, in dem man etwa spezielles Know-how von Berufsausbildern popularisiert. Es gibt im Bereich der Ausbildung keine Risikokapitalgeber, wenn es um die Entwicklung neuer Ausbildungsmaterialien geht. Ich habe das bundesweit erste digitale Ausbildungsprogramm für das „Schiften“ privat entwickeln und finanzieren müssen bis hin zum Erwerb bestimmter Lizenzen. Das, was in diesem Programm erklärt wird, steht in keinem einzigen deutschen Lehrbuch für das Zimmererhandwerk.

“Unsere Gesellschaft verliert ihre praktischen Fähigkeiten” 

DHB: Sie sind seit 28 Jahren Ausbilder. Was ist für Sie die signifikanteste Veränderung dieser Zeit?

Andreas Lagansky: Ganz klar, die mit der technischen und digitalen Entwicklung einhergehende geringere Wertschätzung produzierender körperlicher Arbeit. Ich könnte es auch anders ausdrücken: als stetig wachsende Geringschätzung des Werts körperlicher Arbeit. Heute reden wir von einer Wissensgesellschaft.

DHB: Was stört Sie daran?

Andreas Lagansky: Gar nichts. Die Frage ist: Welches Wissen brauchen wir wirklich. Was nützt uns eine Gesellschaft des Wissens, wenn diese Gesellschaft schon bald nicht mehr in der Lage sein wird, ihr Wissen in Produkte umzusetzen, weil sie zwar weiß, aber den jungen Generationen wichtige praktische Fähigkeiten verloren gegangen sind. Denn nur damit kann man am Ende Produkte herstellen. Natürlich ist auch ein Computerspiel, eine virtuelle Welt, ein Produkt. Nur kannst du in dieser Welt kein Brot backen, das du auch essen, keinen Dachstuhl zimmern, den du auf dein Haus setzen kannst.

DHB: Was bedeutet der von Ihnen beklagte Verlust praktischer Fähigkeiten?

Andreas Lagansky: Für mich hat er inzwischen ein Ausmaß erreicht, der den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet. Denn wenn in Zukunft immer weniger junge Menschen den Wohlstand der Gesellschaft aufrechterhalten müssen, fällt der Verlust solcher Fähigkeiten weitaus mehr ins Gewicht als früher. Mit einer Wischbewegung auf dem Display eines Mobiltelefons lässt sich eben kein Fundament gießen und kein Nagel im Holz versenken. Aber jeder möchte ein Haus über dem Kopf.

DHB: Was genau beobachten Sie in dieser Hinsicht in Ihrer Arbeit als Ausbilder?

Andreas Lagansky: Wie in anderen Berufen, gibt es auch im Handwerk zunehmend  Quereinsteiger. Ich habe also Menschen bei mir in der Ausbildung, die von ihren Eltern immer gesagt bekamen, dass sie nur etwas werden können, wenn sie studieren. Und plötzlich machen sie die Erfahrung, dass es für ein Studium doch nicht reicht und die sich dann doch für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden. Oft steigen solche Quereinsteiger in das 2. Lehrjahr ein. Das sind junge Leute, die sehr gut denken können, denen aber oft die motorischen Fähigkeiten für einen Handwerksberuf fehlen. Das Spannende daran ist nun, dass diese Menschen sich diese notwendigen Fähigkeiten sehr schnell aneignen und schon nach einem Jahr die Lehrlinge, die mit dem 1. Lehrjahr begonnen haben ein- und überholen.

DHB: Was sagt Ihnen das?

Andreas Lagansky: Das wir uns mehr um Studienabbrecher oder mit dem Studium unzufriedene Studentinnen und Studenten kümmern sollten. Und das wir, verdammt noch mal, die Vermittlung praktischer Fähigkeit in der Schule zu einer Pflichtaufgabe machen – und zwar von der ersten bis zu zwölften Klasse. Das darf aber nicht mehr zehn Jahre dauern. Dann ist es zu spät.

DHB: Haben Sie versucht, die Liebe zum Holz an Ihre eigenen Kinder weiterzugeben?

Andreas Lagansky: Versucht schon. Aber wenn man es sich genau besieht, dann sind die Kinder die meiste Zeit gar nicht im Elternhaus, sondern in der Schule. Und wenn die Kinder aus der Schule kommen, sind die Eltern oft noch nicht von der Arbeit zurück. Also konkurriert das Elternvorbild immer mit anderen Vorbildern. Und so haben die Drei sich für ganz andere Dinge interessiert und andere Wege eingeschlagen. Das ist in Ordnung.

Interview: Mirko Schwanitz

Andreas Lagansky mit dem Wanderstock eines Wandergesellen
Andreas Lagansky mit dem Stock eines Wandergesellen

Mirko Schwanitz

PR-Redakteur

Telefon: 0335 5619 - 197
Telefax: 0335 5619 - 279

mirko.schwanitz@hwk-ff.de

Folgende Aussteller sind für Euch vor Ort:

– Agentur für Arbeit/ Jugendberufsagentur Frankfurt (Oder)

– Alloheim Seniorenresidenz ” An der Lehmgasse”

– ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH

– Artprojekt Entwicklungen GmbH

– ASB Regionalverband Ostbrandenburg e. V.

– Augenoptik Schuster

– AWO Bezirksverband Brandenburg Ost e.V.

– Bauerngesellschaft Ziltendorfer Niederung GbR

– bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg GmbH

– Brillux GmbH & Co. KG

– BUG Verkehrsbau SE

– Bundespolizei

– CEMEX Zement GmbH

– Claudine Friedrich

– Clinton Großhandels GmbH

– Deichmann SE

– Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

– E.DIS Netz GmbH

– EDEKA Handelsgesellschaft Minden Hannover mbH

– Elektro Jahn GmbH & Co.KG

– FiANTEC Provisionslösungen GmbH

– Fielmann AG

– Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH

– FRIES Holzsysteme GmbH

– FWA Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH

– Gemeinnützige Pflege und Betreuungsgesellschaft der Stadt Frankfurt (Oder) mbH

– Handwerkskammer Frankfurt (Oder)-Region Ostbrandenburg

– Hans-Jörg Stahnke Haustechnik GmbH

– Hauptzollamt Frankfurt (Oder)

– Heckmann Stahl und Metallbau Ost GmbH

– HWK Frankfurt (Oder)-Region Ostbrandenburg, Bildungsstätte Hennickendorf, Fachbereich “Schweißen”

– HWK Frankfurt (Oder)-Region Ostbrandenburg, Bildungsstätte Hennickendorf, Fachbereich Maler und Lackierer

– IHK Ostbrandenburg

– IHP GmbH – Innovations for High Performance Microelectronics/Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

– IMD Labor Oderland GmbH, MVZ Ärztliches Labor Dr. Frank Berthold und Kollegen

– Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. , Regionalverband Oderland-Spree

– Karriereberatung der Bundeswehr Frankfurt (Oder)

– KarriereCenter

– Kaufland

– Klinikum Frankfurt/Oder Pflegeschule

– K-M-V Krane GmbH

– Krebs &Schulze Group (Wohlfühlhaus Bau und Scan Baugesellschaft)

– Kreisverwaltung Landkreis Oder-Spree

– Landesamt für Soziales und Versorgung des Landes Brandenburg

– Landkreis Märkisch-Oderland

– Madlitzer Mühle Betriebs GmbH & Co. KG

– Maler & Lackiererinnung Oderland

– Märkisch-Oderland Bus GmbH mobus

– Messe und Veranstaltungs GmbH / Kleist Forum

– Modellbau Stein GmbH

– ODERGLAS GmbH

– Oevermann Verkehrswegebau GmbH

– Polizei des Landes Brandenburg

– QualifizierungsCENTRUM der Wirtschaft GmbH

– Regionalgeschäftsstelle für Deutsche Vermögensberatung

– Sonae Arauco Beeskow GmbH

– Sparkasse Oder-Spree

– SPIE Versorgungstechnik

– Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)

– Stahlwasserbau Beeskow GmbH

– Steffi Reinert-Pamperin

– STIC WFG MOL mbH – Bereich Existenzgründung

– Studentenwerk Frankfurt (Oder)

– Unitechnik Automatisierungs GmbH

– Wilde Klosterküche GmbH & Klosterhotel Neuzelle

– Wirtschaftsförderung Land Brandenburg

– Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH

– YAMAICHI ELECTRONICS Deutschland Manufacturing GmbH

– Zimmerei-Holzbau-Innenausbau Roland Sohn

Stefanie Pense

Assistentin der Abteilung Berufsbildung

Telefon: 0335 5619 - 150
Telefax: 0335 5619 - 117

stefanie.pense@hwk-ff.de

Die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich in vielen Handwerken durch die demografische Entwicklung, den Trend zu höheren Schulabschlüssen und die deutlich gestiegene Studierneigung junger Menschen zunehmend schwieriger. Dabei fehlen dem Handwerk bereits aktuell mehrere hunderttausend Fachkräfte. Eine Lücke, die sich in den nächsten Jahren noch einmal zu vergrößern droht – nicht zuletzt durch die aktuelle Energie- und Klimawendepolitik.

Um aktuelle Informationen über die Ausbildungsaktivitäten der Handwerksbetriebe, ihre Bemühungen zur Besetzung offener Ausbildungsplätze oder auch die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die betriebliche Ausbildung junger Handwerkerinnen und Handwerker zu gewinnen, führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit vielen Handwerkskammern eine Umfrage zur „Ausbildungssituation im Handwerk“ durch.

Mit der Umfrage sollen u. a. Daten zur Besetzung angebotener Ausbildungsplätze, über
Gründe für den Verzicht auf Beschäftigung Auszubildender und die Aktivitäten der Betriebe zur Besetzung von Ausbildungsplätzen gewonnen werden.

Bitte nehmen Sie sich kurz Zeit, um die folgenden Fragen zu beantworten. Sie helfen uns damit, die Interessen des Handwerks gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten und die Stärke des Handwerks auch in Zukunft zu wahren.

Die Umfrage beinhaltet  insgesamt 6 (komplexe) Fragen.

Den im Download befindlichen Fragebogen senden Sie bitte bis spätestens 31. Oktober 2022  per Post an uns zurück. Sofern Sie den Übertragungsweg per Fax bevorzugen, können Sie den Fragebogen gern an folgende Fax-Nr. senden: 0335 5619-123.

Alternativ können Sie ab dem 13. September 2022 unter folgenden online-Link https://zdh-umfragen.de/ausbildung den Online-Umfragebogen ausfüllen.
Unternehmer, die diese Variante wählen, müssen bei Aufrufen der Seite einmalig eine Mailadresse angeben, an die dann ein Passwort gesendet wird. Die Mailadresse dient nur der Übermittlung des Passwortes und wird nicht gespeichert. Wenn der Unternehmer für den Fragebogen freigeschaltet ist, wird dieser vollständig am Bildschirm ausgefüllt, ein Ausdrucken und Versenden per Post/Fax ist weder möglich noch nötig.

Die Umfrage läuft bis zum 31. Oktober 2022. 

Selbstverständlich behandeln wir Ihre Angaben anonym. Alle Angaben werden gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen streng vertraulich behandelt und nur in Gesamtergebnissen veröffentlicht.

Für Rückfragen steht Ihnen unsere Mitarbeiterin Frau Jördis Kaczmarek (Telefon 0335 5619-120) zur Verfügung.

Für Ihre Mitarbeit danken wir Ihnen recht herzlich.

Jördis Kaczmarek

Assistentin der Abteilung Gewerbeförderung

Telefon: 0335 5619 - 120
Telefax: 0335 5619 - 123

joerdis.kaczmarek@hwk-ff.de

Um aktuelle Informationen über die Energiekostenbelastung in den Betrieben und die Realisierung von Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs zu gewinnen, haben wir Sie gebeten, im Frühjahr 2022 an der bundesweiten Umfrage “Energieeffizienz im Handwerk” teilzunehmen, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks  gemeinsam mit vielen Handwerkskammern  durchgeführt hat.

Mit dieser Umfrage sollten u. a. Daten zur Veränderung des Anteils der Energiekosten an den betrieblichen Umsätzen, umgesetzte und geplante Maßnahmen zur Energieverbrauchssenkung und aus betrieblicher Sicht bestehende Hürden im Zusammenhang mit der Umsetzung von Energieeffizienz verbessernden Maßnahmen gewonnen werden. Der Fragebogen umfasste insgesamt 4 (komplexe) Fragen.

  • Bitte schätzen Sie den Anteil der Energiekosten am Betriebsumsatz im Jahr 2021
  • Haben Sie in den letzten 5 JAhren Maßnahmen unternommen, um Ihren Energieverbrauch zu senken oder planen Sie dies innerhalb der nächsten 5 Jahre?
  • Welche Hürden sehen Sie bei der Umsetzung/Planung von Maßnahmen zur Energieverbrauchssenkung?
  • Kennen Sie das kostenlose digitale Energiebuch der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz …??

Den Bericht zur Auswertung der Sonderumfrage auf Bundesebene stellen wir Ihnen hiermit gern zur Verfügung.

Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass diese sich auf den Betrachtungszeitraum vor dem Beginn des Ukraine-Kriegs beziehen und dessen Effekte auf Energiekosten und Energieversorgungssicherheit hier nicht enthalten sind.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass gerade aufgrund der zuletzt sprunghaft gestiegenen und absehbar auf einem hohen Niveau verbleibenden Energiepreise einer möglichst energieeffizienten Produktion und  Auftragserbringung eine immer wichtigere Rolle zukommt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu sichern. Um diesen  Transformationsprozess zu unterstützen, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen mit auch für kleine und mittlere Betriebe passenden Förderprogrammen:

  • Es zeigt sich, dass der Energiekostenanteil (Anteil der Einkaufsrechnungen für Energieträger, wie Gas, Öl, Strom, Diesel/Benzin oder erneuerbare Energien) am Umsatz in den letzten 5 Jahren auf mehr als 10 Prozent stark zugenommen hat.
  • Zugleich hat in diesem Zeitraum etwa jeder zweite Betrieb Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs umgesetzt oder plant dies innerhalb der nächsten 5 Jahre.
  • Hauptmotivation für Umsetzung und Planung von  Energieeffizienzmaßnahmen sind dabei die gestiegenen Energiekosten.
  • Eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit der potenziellen Maßnahmen würde den Anteil der Betriebe erhöhen, die diese dann auch umsetzen.
  • Zudem braucht es verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen und passgenaue Förderprogramme, um die Energieeffizienz in den Handwerksbetrieben weiter und zeitnah zu verbessern.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Bericht, den wir Ihnen als Download auf diesen Seiten gern zur Verfügung stellen.

Quelle: ZDH im August 2022

Jördis Kaczmarek

Assistentin der Abteilung Gewerbeförderung

Telefon: 0335 5619 - 120
Telefax: 0335 5619 - 123

joerdis.kaczmarek@hwk-ff.de

Anfang April 2022 informierten sich ca. 300 Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klassen aus Angermünde zu einer Lehre im Handwerk. Beim Angermünder Bildungswerk e. V. stellten Handwerksbetriebe aus der Region ihre Gewerke vor und kamen so in direkten Kontakt mit potentiellen Lehrlingen.

Fotos: Leif Kuhnert // HWK-FF:DE

Michael Thieme

Pressereferent Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0335 5619 - 108
Telefax: 0335 5619 - 279

michael.thieme@hwk-ff.de

Eine Klausel in einer Allgemeinen Geschäftsbedingung (AGB) des Arbeitsvertrags, mit welcher der Arbeitnehmer bestätigen soll, nicht bereits zuvor in einem Arbeitsverhältnis zum Arbeitgeber gestanden zu haben, ist als Tatsachenbestätigung, die geeignet ist, die Beweislast zu Lasten des Arbeitnehmers und zu Gunsten des Arbeitgebers zu verändern, gemäß § 309 Nr. 12 b) BGB unwirksam. Das entschied das Landesarbeitsgericht Baden- Württemberg mit Urteil vom 11. März 2020, Az. 4 Sa 44/19.

Nach § 309 Nr.12 b BGB ist, auch soweit eine Abweichung von den gesetzlichen Vorschriften zulässig ist, eine Bestimmung in einer AGB-Klausel unwirksam, durch die der Verwender die Beweislast zum Nachteil des anderen Vertragsteils ändert, insbesondere indem er den anderen Vertragsteil bestimmte Tatsachen bestätigen lässt.

Gleichwohl sollte der Arbeitgeber den Bewerber vor Abschluss eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrags in jedem Fall ausdrücklich nach einer eventuellen Vorbeschäftigung fragen. Das gilt vor allem dann, wenn er vom Arbeitnehmer Anhaltspunkte für eine solche Vorbeschäftigung bekommt, z.B. im Einstellungsbogen. Der Arbeitgeber kann sich nicht allein darauf verlassen, dass im Lebenslauf des Bewerbers keine Vorbeschäftigung angegeben ist.

Eine entsprechende schriftliche Bestätigung, dass der Bewerber bisher noch nicht für den Arbeitgeber tätig gewesen ist, sollte nicht im Rahmen des Arbeitsvertrags festgehalten werden. Dabei handelt es sich nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichts um eine unwirksame AGB-Klausel. Überlegenswert und möglicherweise gerichtlich verwertbar wäre eher eine neben dem Arbeitsvertrag individuell verfasste, schriftliche Bestätigung über die Tatsache, dass der Arbeitnehmer bisher nicht beim Arbeitgeber tätig war.

Anja Schliebe

Rechtsberaterin

Telefon: 0335 5619 - 136
Telefax: 0335 5619 - 123

anja.schliebe@hwk-ff.de

Betriebe, die Kälte- und Kühlanlagen betreiben, müssen mit deutlich gestiegenen Servicekosten rechnen und sehen sich auch mit der Situation konfrontiert, dass ihre Anlage wegen Kältemittelmangel nur verzögert gewartet werden kann oder sie gar in ein neue Anlage investieren müssen. Dies ist der seit Januar 2015 geltenden F-Gase-Verordnung geschuldet. Die F-Gase-Verordnung enthält einen Fahrplan zur schrittweisen Verringerung klimaschädlicher Kältemittel.

Ab 2020 dürfen keine neuen Kältemittel mit einem GWP-Wert (Global Warming Potenzial) von 2500 und mehr in den Verkehr gebracht werden, lediglich recycelte Kältemittel dürfen bis 2029 verwendet werden. Dies führt schon jetzt dazu, dass gängige Kältemittel nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen und die Preise exorbitant gestiegen sind. Betriebe, die aktuell Investitionen in Kühl- und Kälteanlagen vornehmen, sollten die Entwicklungen auf Grund der F-Gase-Verordnung unbedingt im Blick haben und keine Anlagen mehr planen, die mit Kältemitteln mit vergleichsweise hohem Treibhauspotential betrieben werden.

Eine neue, energieeffiziente Anlage bzw. eine Sanierung der alten Anlage kann des Weiteren hohe Stromkosten vermeiden. Unternehmen, die ihre Kälteanlagen sanieren oder austauschen wollen, können seit 2016 auf staatliche Unterstützung setzen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert neue Kälte- und Klimaanlagen mit bis zu 150.000 Euro, maximal 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, abhängig von Kälteleistung und Speicherkapazität der Anlage. Auch für bereits bestehende Anlagen können im Sanierungsfall Fördermittel beantragt werden.

Detaillierte Informationen finden Sie unter: http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Klima_Kaeltetechnik/klima_kaeltetechnik_node.html  sowie https://www.zdh.de/fachbereiche/wirtschaft-energie-umwelt/umweltpolitik-nachhaltigkeit/f-gase-problematik/

Gunnar Ballschmieter

Umwelt- und Technischer Berater

Telefon: 0335 5619 - 247
Telefax: 0335 5619 - 123

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Jördis Kaczmarek

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Lehrlingszahlen, die auf ein Drittel zusammengeschmolzen sind und wachsende Ansprüche an den Kenntnisstand im Umgang mit teurer Technik – Brandenburgs Handwerksbetriebe sehen schwierigen Zeiten entgegen. Anfang Juli forderte der Brandenburgische Handwerkskammertag in der Potsdamer Staatskanzlei, die Meisterausbildung der akademischen insofern gleichzustellen, als sie genau so kostenlos sein sollte wie ein Studium.

„Während ein Student für sein Studium nichts zu bezahlen braucht, ist die Meisterausbildung mit hohen Kosten verbunden“, sagte der Präsident des Handwerkskammertages Robert Wüst nach einem Spitzengespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Hier erwarte das Handwerk die Unterstützung der Politik, um eine Gleichstellung zu erreichen.

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Robert Wüst, Präsdident des deutschen Handwerkskammertages, Beate Fernengel, Präsidentin der IHK Potsdam, Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg

 

In den kommenden zehn Jahren würden rund 9.000 Handwerksunternehmen einen Nachfolger benötigen, weil der bisherige Chef in den Ruhestand geht. Dafür brauche es motivierten, gut ausgebildeten und qualifizierten jungen Nachwuchs. Um diesen für eine Nachfolge zu begeistern und das Gründergeschehen auch für die Unternehmensnachfolge weiter voranzutreiben, sei die wirtschaftspolitische Unterstützung für Nachfolgerinnen und Nachfolger unerlässlich, wolle man den bestehenden Betrieben den Fortbestand ermöglichen, so der Präsident des Handwerkskammertages des Landes Brandenburg.

Die vor einigen Jahren eingeführte Meistergründungsprämie sei eine wichtige Hilfe, bestätigte Wüst. Doch reiche das nicht aus. Benötigt würden „schnell greifende Instrumente“.

Michael Thieme

Pressereferent Öffentlichkeitsarbeit

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Verordnung zum Schutz vor einreisebedingten Infektionsgefahren in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Einreiseverordnung – CoronaEinreiseV)

Amtliche Veröffentlichung vom 30. Juli 2021

Das Robert Koch Institut (RKI) informiert:

Achtung: Bitte beachten Sie, dass ab dem 1. August 2021 um 0:00 Uhr die geänderte Coronavirus-Einreiseverordnung in Kraft tritt:

Ab diesem Zeitpunkt gilt aufgrund der zunehmenden weltweiten Verbreitung von leicht übertragbaren SARS-CoV-2-Varianten (insb. der Delta-Variante) eine generelle Nachweispflicht. Die bedeutet, dass Personen ab 12 Jahren grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen. Die generelle Nachweispflicht gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet stattgefunden hat. Daneben sind bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland nach einem Aufenthalt in einem ausländischen Hochrisikogebiet (bisher Hochinzidenzgebiet) oder Virusvariantengebiet spezielle Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht zu beachten. Bei Einreise aus Virusvariantengebieten gilt – vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen – ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug direkt aus diesen Ländern.

Risikogebiete werden ab dem 1. August 2021 nur noch in zwei Kategorien ausgewiesen: Hochrisikogebiete (bisher Hochinzidenzgebiete) und weiterhin Virusvariantengebiete. Die Kategorie der „einfachen“ Risikogebiete entfällt. Das Entfallen der Kategorie der „einfachen“ Risikogebiete bedeutet nicht, dass bei Aufenthalten in diesen Gebieten kein relevantes erhöhtes Infektionsrisiko mehr besteht. Die Gefahr einer Infektion besteht derzeit weltweit.

Aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens kann es erforderlich sein, dass sehr kurzfristig neue Virusvariantengebiete und Hochrisikogebiete ausgewiesen werden.

Jakub Plonski

Betriebswirtschaftlicher Berater

Telefon: 0335 5619 - 132
Telefax: 0335 5619 - 123

jakub.plonski@hwk-ff.de

Ramona Melchert

Betriebsberaterin

Telefon: 0335 5619 - 121
Telefax: 0335 5619 - 123

ramona.melchert@hwk-ff.de

Musterbescheinigung für Grenzgänger

Bescheinigung polnisch (Übersetzung)

Bescheinigung deutsch

Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Hochwasserkatastrophe in Deutschland hat viele Menschenleben gekostet, Mitbürgerinnen und Mitbürgern unendlich großes Leid gebracht und Menschen in existenzielle Not gestürzt.

Schwer getroffen sind auch viele Handwerkerinnen und Handwerker, Betriebe mit ihren Beschäftigten und Auszubildenden mit dem Verlust oder schweren Schäden an Werkstätten, Maschinen, Material, Fuhrpark oder Geschäftsräumen. Dabei werden jetzt mehr denn je anpackende Hände und Unterstützung gebraucht.

Die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ist beeindruckend und macht Mut. Auch die Bereitschaft und Solidarität von Handwerkerinnen und Handwerker im ganzen Land, die ihren Kolleginnen und Kollegen helfen wollen. Manche haben sich auf den Weg gemacht in die betroffenen Regionen, um vor Ort anzupacken.

Viele wollen ihren Beitrag leisten und spenden. Die Handwerkskammer zu Köln hat stellvertretend für die Handwerkskammern in allen betroffenen Regionen ein Spendenkonto eingerichtet, um die in Not geratenen Handwerksbetrieben gezielt zu unterstützen.

Spendenkonto: Sparkasse KölnBonn

Empfänger: Handwerkskammer zu Köln

IBAN: DE63 3705 0198 1902 5913 28 BIC: COLSDE33XXX

Stichwort: Hochwasserhilfe „Handwerk hilft“

Zusammen mit den Handwerksorganisationen in den anderen betroffenen Regionen wird sich die Handwerkskammer zu Köln um eine Verteilung der Mittel kümmern. Für die steuerliche Anrechenbarkeit einer solchen Spende ist der Überweisungsbeleg ausreichend.

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für ihre großzügige Unterstützung. Unsere tiefe Anteilnahme gilt den betroffenen Kolleginnen und Kollegen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Hans Peter Wollseifer                 gez. Holger Schwannecke
ZDH-Präsident                                      ZDH-Generalsekretär

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer fordert in der “FAZ” schnelle und unbürokratische Hilfe für die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Regionen.

Über die aktuellen Erfordernisse, um den Menschen in den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Regionen zu helfen und dort zügig und unbürokratisch die öffentlichen, lebensrelevanten, aber auch wirtschaftlichen Strukturen wiederherzustellen, spricht ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer mit Jan Hauser von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Wir setzen uns aktuell auf verschiedenen Ebenen intensiv dafür ein, für diese Betriebe und ihre Beschäftigten rasche und wirksame Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Sie brauchen eine schnelle Perspektive, die ihnen Mut macht“, so der Handwerkspräsident.

„Es muss jetzt alles dafür getan werden, den Menschen in den betroffenen Regionen zu helfen und dort zügig und unbürokratisch die öffentlichen und lebensrelevanten Strukturen wiederherzustellen. Auch die wirtschaftlichen Strukturen vor Ort haben nachhaltig Schaden genommen. So hat die Flutkatastrophe die weitere Existenz zahlreicher Handwerksbetriebe über Nacht vernichtet oder dauerhaft in Frage gestellt. Wir setzen uns aktuell auf verschiedenen Ebenen intensiv dafür ein, für diese Betriebe und ihre Beschäftigten rasche und wirksame Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Sie brauchen eine schnelle Perspektive, die ihnen Mut macht. Ermutigend sind die Hilfszusagen und das tatkräftige Engagement aus weiten Bereichen des Handwerks. So stehen etwa zahlreiche Baubetriebe aus benachbarten und entfernteren Regionen mit tatkräftiger Unterstützung bereit, die erforderlichen Sanierungs- und Wiederaufbauarbeiten anzugehen.

Als Hürde dafür erweisen sich allerdings die aktuellen, massiven Beschaffungs- und Preisprobleme bei Baumaterialien. Für einen zügigen Wiederaufbau wird daher umso dringlicher, dass insbesondere vor Ort auf kommunaler Ebene jetzt flexible Lösungen dafür gefunden werden müssen. Die aktuellen Preisrisiken bei Baumaterialien dürfen jedenfalls nicht einseitig bei unterstützenden Baubetrieben verbleiben.

In dieser Ausnahmesituation höherer Gewalt sollten zudem auch die Möglichkeiten der sogenannten Dringlichkeitsvergaben als Verfahrensweg zum Einsatz gebracht und ausgeschöpft werden. Um akute Notfälle zu beheben, sollten dafür etwa Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb zeitnah umgesetzt werden.

Dessen ungeachtet müssen für den Wiederaufbau zerstörter wirtschaftlicher und öffentlicher Infrastrukturen die Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsverfahren dringend verschlankt und beschleunigt werden. Das ist nicht nur im Hinblick auf die akute Flutkatastrophe nötig, sondern ist auch mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und auf die Standortsicherung unerlässlich.“

Quelle: zdh.de

Michael Thieme

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