Mehr junge Menschen wählen das Handwerk als Karriereweg

454 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – noch über 170 freie Lehrstellen für Kurzentschlossene

Das Handwerk in Ostbrandenburg startet erfolgreich in das neue Ausbildungsjahr. Bis Ende Juni wurden im Kammerbezirk der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg insgesamt 454 neue betriebliche Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind 25 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt absolvieren derzeit 2.534 junge Frauen und Männer eine Ausbildung im ostbrandenburgischen Handwerk. Die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge verteilen sich auf die Regionen wie folgt: Frankfurt (Oder) 42, Landkreis Oder-Spree 95, Barnim 105, Märkisch-Oderland 133 sowie Uckermark 79.

Die Entwicklung zeigt: Das Handwerk bleibt für viele junge Menschen eine attraktive und zukunftssichere Berufswahl. Die duale Ausbildung verbindet praktisches Können mit modernen Technologien und eröffnet vielfältige Karrierewege – vom Gesellenbrief über die Meisterqualifikation bis hin zur Selbstständigkeit.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass viele junge Menschen die Chancen und Perspektiven des Handwerks erkennen“, sagt Michaela Schmidt, Leiterin der Abteilung Berufsbildung bei der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg. „Unsere Betriebe bieten sichere Arbeitsplätze, abwechslungsreiche Tätigkeiten und hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten.“

Gleichzeitig gibt es auch für Jugendliche, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, weiterhin sehr gute Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer sind derzeit mehr als 170 freie Ausbildungsplätze in zahlreichen Gewerken gemeldet.

„Wer noch unentschlossen ist, sollte die Sommerferien unbedingt für ein Praktikum nutzen. Kaum eine Gelegenheit ist besser, um Berufe auszuprobieren, Betriebe kennenzulernen und herauszufinden, was wirklich zu den eigenen Stärken passt. Für viele Auszubildende war genauso ein Praktikum der entscheidende Schritt in ihre berufliche Zukunft“, betont Michaela Schmidt.

Die Handwerkskammer appelliert an Jugendliche und Eltern, die Sommermonate aktiv für die Berufsorientierung zu nutzen.

Mit Sorge blickt das Handwerk zugleich auf den weiterhin hohen Unterrichtsausfall an den Schulen.

„Jede ausgefallene Unterrichtsstunde bedeutet, dass wichtige Grundlagen fehlen können – sei es in Mathematik, Deutsch oder den Naturwissenschaften. Diese Kenntnisse sind jedoch entscheidend für eine erfolgreiche Ausbildung im Handwerk. Wenn Schülerinnen und Schüler über längere Zeit Unterricht verpassen, erschwert das den Einstieg in die Ausbildung und erhöht den Unterstützungsbedarf in den Betrieben“, erklärt Michaela Schmidt.

Eine verlässliche Unterrichtsversorgung sei daher eine wichtige Voraussetzung, um junge Menschen erfolgreich auf ihren Berufsweg vorzubereiten und den Fachkräftenachwuchs im Handwerk langfristig zu sichern.

Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen investieren die Handwerksbetriebe der Region weiterhin in die Ausbildung und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Ostbrandenburg.

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