Lehrlingsfreisprechung der KH Oder-Spree

Die das Land am Laufen halten

Am Tag des Handwerks, am 19. September, wurden im Fürstenwalder Dom junge Lehrlinge freigesprochen. 107 junge Menschen stellten sich den Prüfungen. 99 bestanden diese erfolgreich. In einem feierlichen Akt erhielten sie alle ihre Gesellenbriefe aus den Händen von Innungsobermeistern und Ausbilderinnen. Kreishandwerksmeister Thomas Charlet verwies in seiner Festrede darauf, dass Gesellenbriefe niemandem in den Schoß fallen. Sie würden nicht verschenkt. Man müsse sie sich verdienen – mit frühem Aufstehen, langen Arbeitstagen, mit Berufsschule und Prüfungsstress und mit der Bereitschaft, jeden Tag ein wenig besser zu werden. Er höre oft die Frage, welche Berufe unsere Gesellschaft wirklich brauche. Die Antwort, so der Kreishandwerksmeister, sei einfach: „Die Gesellschaft braucht Menschen, die etwas können. Menschen, auf deren Arbeit man sich verlassen kann. Dass am Morgen Strom fließt, wenn man das Licht anmacht, dass Wasser aus dem Hahn kommt, dass das Auto sicher fährt, dass nach einem Sturm das Dach noch immer dicht ist, dass frisches Brot in der Auslage liegt – dann steckt fast immer eines dahinter: Handwerk!“ Viele nehmen das als selbstverständlich. Aber das sei es nicht. Es seien Menschen wie die heute freigesprochenen Gesellinnen und Gesellen, die dafür sorgten, dass das alles funktioniert. Unter dem Beifall der Bürgermeister der Städte Fürstenwalde und Erkner, vieler Innungsmeister, Ausbilder sowie der Eltern und Partner rief er die Junghandwerker auf, stolz zu sein. Stolz darauf, das Land am Laufen zu halten. Mirko Schwanitz