Mirko Schwanitz I hwk-ff
Mit Oberstudiendirektor Axel Schmook, Schulleiter des Oberstufenzentrums Oder-Spree, sprachen wir über Lehrermangel, Unterrichtsausfall und den Alltag der beruflichen Ausbildung.
DHB: Wie viele Schüler hat das OSZ Oder-Spree?
Axel Schmook: Das OSZ Oder-Spree hat sich zur größten Schule im Land Brandenburg entwickelt. Aktuell lernen hier zirka 3.500 Schüler, verteilt auf zwei Standorte. Der eine am Rand von Fürstenwalde, der andere in Eisenhüttenstadt. Die hohe Zahl der Schüler ergibt sich daraus, dass wir zum einen alle neun Bildungsgänge inkl. dem Beruflichem Gymnasium anbieten, die im Land Brandenburg nach der Regelschulzeit möglich sind, zum anderen, dass wir Landes- und Bundesfachklassen haben, in denen Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland bei uns beschult werden.
DHB: Wie viele Schüler machen denn derzeit bei Ihnen ihre berufliche Ausbildung?
Axel Schmook: Zirka 2.500 unserer Schülerinnen und Schüler befinden sich in der dualen Ausbildung. 1800 davon in handwerklichen oder gewerbetechnischen Berufen. 700 erlernen einen kaufmännischen, 300 einen sozialen Ausbildungsberuf. Etwa 450 sind im Gymnasium. Hinzu kommen 250, die berufsschulpflichtig sind oder sich in der Berufsvorbereitung befinden.
DHB: Wie viele und was für Lehrer sind am OSZ beschäftigt?
Axel Schmook: Wir haben ungefähr 145 Lehrerinnen und Lehrer, darunter sowohl studierte Lehrkräfte in den klassischen Fächern wie Mathematik, Deutsch, Biologie und Physik als auch studierte Lehrkräfte im Bereich der dualen Ausbildung. Etwa ein Drittel sind Seiteneinsteiger. Von denen haben sich wiederum zwanzig Prozent bis zum Referendariat durchgekämpft. Mehr als die Hälfte unserer Lehrkräfte unterrichten in den Bereichen der beruflichen Ausbildung.
DHB: Ist es schwer, Lehrkräfte für die berufliche Ausbildung zu bekommen?
Axel Schmook: Die Zahl der Lehrkräfte, die sich auf eine ausgeschriebene Stelle im Bereich der dualen Ausbildung bewerben, ist seit Jahren rückläufig. Tatsache ist auch, dass sich Berufsbilder derart verändert haben, dass sie von ihrer Fachspezifik her gar nicht studiert werden können. Hier benötigen wir – auch für die theoretische Ausbildung – zwingend Fachpraktiker. Sie können – um ein Beispiel zu nennen – Vulkanisierungstechnik nicht auf Lehramt studieren.
Mehr Werbung für den Beruf des Berufschullehrers
DHB: Wie sichern Sie den Lehrbetrieb?
Axel Schmook: Wie bereits erwähnt, sind Seiteneinsteiger für uns wichtig. Für eine Berufsschule sind sie ein Riesenpotenzial, weil das Fachkräfte sind, die aus der Praxis kommen. Die Erfahrungen, die jemand mitbringt, wenn er zehn bis fünfzehn Jahre in einem Beruf gearbeitet hat oder auf Montage war, sind unersetzbar. Ihr Unterricht lebt von diesem Praxisbezug. Wir beobachten, dass diese Kolleginnen und Kollegen große Akzeptanz bei unseren Schülerinnen und Schülern, aber auch den studierten Pädagogen haben.
DHB: Wie finden Sie geeignete Quereinsteigerinnen oder Quereinsteiger?
Axel Schmook: Auf klassischem Weg über Ausschreibungen auf dem Portal des Schulamtes. Aber da wir viel mit Betrieben zu tun haben, haben wir auch Möglichkeiten dort zu streuen, dass wir gerade jemanden für einen bestimmten Fachbereich suchen. Aber natürlich zeigt sich erst im Lehralltag, ob jemand das Durchhaltevermögen hat und sich ein Gespür für die junge Generation erarbeiten kann.
DHB: In Deutschland wird viel über den Lehrkräftemangel diskutiert. Über den speziellen Mangel an ausgebildeten Berufsschullehrern gibt es überhaupt keine öffentliche Diskussion. Wie erklären Sie sich das?
Axel Schmook: Ich glaube, dass der Fokus unseres Bildungssystems über Jahrzehnte
zu stark auf dem Bereich der akademischen Berufe lag. Die duale Ausbildung, der Bildungsbereich, auf dem der wirtschaftliche Ruf Deutschlands beruht, geriet dabei etwas aus dem Blick. Dass immer weniger Eltern ihre Kinder in praktischen Berufen sahen, ist eine Folge davon. Der Beruf des Berufsschullehrers verschwand fast völlig aus dem Blickfeld.
Wird inzwischen genug gegengesteuert?
Axel Schmook: Ich glaube schon, dass das Problem inzwischen in der Politik angekommen ist. Wenn Abiturienten auf die Idee kommen sollen, ich könnte doch auch Berufsschullehrer werden, dann muss dringend mehr für diesen spannenden Beruf geworben werden.
In Deutschland finanziert der Staat die Berufsschulen. Aber rund 38 Prozent der Ausgaben für die berufliche Erstausbildung stammen laut OECD aus privaten Mitteln, also von den Ausbildungsbetrieben. Das ist einer der höchsten Werte innerhalb der OECD. Ist genug Geld im System?
Axel Schmook: Ich sagte bereits, dass unsere Schule sehr gut ausgestattet ist. Allerdings führen die Digitalisierung und die technische Revolution in den letzten Jahren dazu, dass die berufliche Ausbildung teurer wird. Auch Schulen haben gestiegene Energiekosten oder müssen Klimaanpassungsmaßnahmen finanzieren. Sonst haben wir in den nächsten Jahren Schulausfälle nicht nur wegen Lehrermangel, sondern wegen fehlender Klimaanlagen, Beschattungen usw.
Welchen Lehrling möchte man haben
Ihre Schule erhält Mittel aus dem „Startchancen“-Projekt der Bundesregierung?
Axel Schmook: Ja, über zehn Jahre sollen wir Mittel aus diesem Bundesprogramm erhalten. Es zielt darauf, die Kernkompetenzen in Mathematik und Deutsch zu stärken. Das ist notwendig. Zum einen ist das Niveau unserer Schülerinnen und Schüler, gerade in den besagten Kernkompetenzen schlechter geworden und zum anderen hat sich die Zusammensetzung unserer Klassen in den letzten Jahren verändert. So sitzen in unseren Klassen Schülerinnen und Schüler aus vielen Nationen, aus EU- und Nicht-EU-Ländern. Es mangelt an Sprachkompetenzen. Um gute Lernergebnisse zu erzielen, muss man aber die Aufgabenstellungen verstehen können. Wir freuen uns über diese zusätzlichen Mittel.
Ausbildungsbetriebe beklagen, dass die Lehrlinge, insbesondere in den ersten beiden Lehrjahren, zu viel Zeit in der Berufsschule verbringen und zu wenig an der Seite des Ausbilders im Ausbildungsbetrieb…
Axel Schmook: Es ist meiner Meinung nach die Frage, welchen Lehrling man haben möchte. Möchte man den Lehrling als preiswerte Arbeitskraft? Oder als einen Menschen, der in der Lage ist, das rasante Tempo der technischen Veränderungen im eigenen Betrieb kompetent mitzugehen.
Entspricht der gute Ruf des deutschen dualen Ausbildungssystems noch der Realität oder ist der nur noch ein Mythos?
Axel Schmook: Der Ruf bröckelt, hat aber international immer noch einen guten Klang. Und der beruht genau darauf, dass unser System eben kein „Heer“ von Angelernten hervorbringt. Das funktioniert aber nur, wenn Lehrlinge nicht nur im eigenen Ausbildungsbetrieb lernen. Sondern wenn sie darüber hinaus in überbetrieblichen Lehrunterweisungen in den Ausbildungsstätten der Handwerkskammern – auch hier wieder nur ein Beispiel – nicht nur die Motoren von Mercedes, sondern auch die von Toyota oder MAN kennenlernen, während sie in den Berufsschulen und Berufsgymnasien einen übergreifenden breiteren Horizont erhalten. Etwa in Fächern wie Wirtschaft oder in Lernfeldern wie Metalltechnik, Elektrotechnik oder Sanitärtechnik.
Die Ausbildungsbetriebe berichten seit Jahren, dass das Niveau der Bewerberinnen und Bewerber sinkt. Die Defizite seien so groß, dass sie in den Ausbildungsbetrieben gar nicht oder nur sehr schwer ausgeglichen werden können. Wie kann das sein?
Axel Schmook: Ich verstehe die Frage, denn die Ausbildungsbetriebe sind oft das letzte Glied in der Ausbildungskette. Die Unternehmen müssen allerdings wissen: Wir stellen uns die gleiche Frage. Das Niveau so mancher Schülerin und so manches Schülers, die auf unsere Schule kommen, stellt bereits uns vor die Herausforderung: Wie können wir deren Defizite aufholen?
Die da wären …?
Axel Schmook: Die Zeiten, in denen ein Oberstufenlehrer oder Gymnasiallehrer davon ausgehen konnte, alle, die da vor mir sitzen, kommen im Deutschen klar, können gut Mathe, sind vorbei. Statt ihnen zu erklären, warum welche mathematische Operation für ihren späteren Beruf von Bedeutung ist, fangen wir an, wieder Dreisatz zu üben, Prozent- oder Flächenberechnung. Oft werden einfachste Aufgabenstellungen nicht verstanden. Da ist vorher also schon eine Menge schiefgelaufen. Aber wir sind doch stolz darauf, dass viele bei uns dann doch noch einen Sprung machen. Das spricht sich offenbar herum. Die Zahl der Jugendlichen, die bei uns lernen wollen, steigt seit Jahren.

Oberstudiendirektor Axel Schmook vor der Weltkugel des Oberstufenzentrums Oder-Spree in Fürstenwalde
Rahmenlehrpläne dringend entstauben
Zurzeit läuft in Deutschland angesichts des Lehrermangels eine Debatte um den Stundenausfall. Wie viel Prozent der Stunden fallen denn am OSZ aus?
Axel Schmook: Der Unterrichtsausfall bewegt sich bei uns im einstelligen Prozentbereich. Dabei gehen meine Kolleginnen und Kollegen aber oft an ihre Grenzen und teilweise auch darüber. Wir sind, ich sagte es bereits, personell und materiell gut ausgestattet. Das ist nicht selbstverständlich, wenn ich ins Land schaue. Dennoch könnte vieles besser sein.
Wie ist es um die materielle Ausstattung bestellt?
Axel Schmook: Die Ausstattung im beruflichen Bereich, Stichwort „Industrie 4.0“, hinkt den Bildungserfordernissen der Wirtschaft im 21. Jahrhundert hinterher. Man kann an einem Kfz, das in den 1990er Jahren gebaut wurde, nicht den heutigen Stand der Technik lehren. Gleiches gilt für Bereiche wie etwa Wärmepumpen und Solartechnik.
Was sollte passieren?
Axel Schmook: Wenn in den Haushalten Geld fehlt, kann ich mir zwar wünschen, dass wir zur Ausbildung neue Wärmepumpen oder moderne Fahrzeuge bekommen. Aber wie realistisch ist das? Ich würde mich freuen, wenn endlich die 20 Jahre alten Rahmenlehrpläne entstaubt und dem 21. Jahrhundert angepasst würden, nicht nur weil da Sachen drinstehen, die nicht mehr relevant sind. Dafür fehlt manches, das absolut relevant für die heutige Zeit ist.
Mit der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) vollzieht sich derzeit eine rasante technische Revolution. Wie gehen Sie damit um, dass diese Revolution in den Rahmenlehrplänen gar nicht abgebildet ist?
Axel Schmook: Wir haben natürlich genügend Flexibilität, um auf solche Entwicklungen zu reagieren. Aber ich gebe zu, dass es, gemessen an der Herausforderung und Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen, nicht ausreichend ist. Wir verfügen aber durchaus über gute, digitale Lernplattformen, auch 3D-Brillen, um – ich sage mal – ins Innere von Maschinen blicken zu können oder Prozesse zu visualisieren. Die Frage ist, wie lange wir diese Plattformen oder neue Plattformen nutzen können.
Was ist das Problem?
Axel Schmook: Die Nutzung solcher digitaler Lernplattformen ist an Lizenzen gebunden. Lizenzen sind stets befristet und kosten Geld. Ob Lizenzen verlängert oder neue erworben werden, steht also immer unter Haushaltsvorbehalt. Und Sie wissen selbst, wie es um Haushalte, egal ob in den Kommunen, im Land oder dem Bund derzeit bestellt ist. Vor diesem Hintergrund ist es also auch die Frage, welche Investitionen haben für die Regierungen und die Parlamente Priorität.
Wie reagieren Sie auf das Aufeinandertreffen rasanter technischer Entwicklungen mit verstaubten Rahmenlehrplänen?
Axel Schmook: Solange die Rahmenlehrpläne nicht geändert werden, sind wir gesetzlich verpflichtet, den darin enthaltenen Stoff zu unterrichten, egal ob wir ihn für relevant halten oder nicht. Da wir aber natürlich versuchen, auch das für den aktuellen Stand der Technik notwendige Wissen zu vermitteln, müssen wir dies in die Stunden mit „hineinquetschen“. Es ist hier an den Lehrkräften zu entscheiden, wie viel Zeit sie dann für welchen Stoff aufwenden, welche Akzente sie setzen.
Selbstbewusstsein entspricht nicht immer der Persönlichkeitsentwicklung
Was ist mit dem Fach „Wirtschaft und Soziales“?
Axel Schmook: Es ist ein großes Glück, dass wir dieses Fach im Land Brandenburg haben. Durch Doppelungen mit Inhalten aus den Lernfeldern, die dann nur kurz behandelt werden müssen, gibt es uns die Möglichkeit, aktuelles Wissen auch zu technischen Neuerungen zu vermitteln.
Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben?
Axel Schmook: Auch die hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Zum einen nimmt die Zahl der kleinen, mittelständischen Betriebe ab und die der großen Betriebe wächst. Dort erleben wir etwa einen häufigeren Wechsel von Ausbildungsverantwortlichen und damit unserer Ansprechpartner oder Ansprechpartnerinnen. Es fehlt die uns früher vertraute Kontinuität. Diese Wechsel mögen vielerlei Gründe haben. Für mich persönlich dokumentiert sich darin aber immer auch ein fehlender Bezug zur Region.
Das kann man kleineren Betrieben sicher nicht nachsagen …
Axel Schmook: Es gibt sehr gute Ausbildungsbetriebe mit eigenen Ausbildungsverantwortlichen und festen Ansprechpersonen für uns. Ich nenne hier nur einige Beispiele einer langen Reihe solcher positiven Beispiele: HSW Woltersdorf, KDH, Stama, Heckmann oder Stahl- und Wasserbau Beeskow. Es gibt aber auch solche, wo wir Mühe haben zu kommunizieren, dass ihr Azubi Probleme hat oder gar nicht zum Unterricht erscheint.
Welche Gründe gibt es aus Ihrer Sicht dafür?
Axel Schmook: Diese Betriebe haben andere Sorgen. Die Auftragslage? Meistens gut. Problem? Mangelnde Fachkräfte. Folge? Die Auszubildenden müssen mit ran! Die Ausbildung tritt in den Hintergrund. Das spüren die jungen Leute natürlich. Sie artikulieren das nicht immer sofort. Aber unsere Lehrkräfte spüren die wachsende Unzufriedenheit und Demotivierung. Das duale Bildungssystem ist wie ein Organismus. Gibt es an einer Stelle einen Infekt, wirkt sich das auf das ganze System aus.
Haben Sie als Berufsschule den Eindruck, dass allen Betrieben klar ist, dass Ausbildung eine Investition in die eigene Zukunft ist?
Axel Schmook: Den meisten schon. Aber es gibt natürlich immer Betriebe, wo das nicht so ist. Wir beobachteten das zum Beispiel bei einigen Betriebsübernahmen. Da war dann plötzlich kein Ausbildungsverantwortlicher mehr da. Oder er existierte nur noch auf dem Papier. Bei einigen stellte sich heraus, dass gar kein AdA-Schein mehr vorhanden war. Manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass dem einen oder anderen Betrieb das Prinzip der dualen Ausbildung, also der eigene Anteil am Zusammenspiel zwischen Betrieb, überbetrieblicher Lehrunterweisung und Berufsschule nicht mehr klar ist.
Inwiefern?
Axel Schmook: Zu diesem Zusammenspiel gehört, dass Betriebe aktiv im Kontakt mit den Berufsschulen stehen, dass sie sich informieren, wie sich ihre Auszubildenden machen, ob es Fehlzeiten gibt. Auf der Grundlage dieser Informationen sollte es dann einmal im Monat ein Gespräch geben: Was war los? Wo benötigst du Unterstützung? So erhält man Informationen zum Selbstbild des Auszubildenden und kann mit uns Rücksprache nehmen, was am sinnvollsten zu tun ist. Gleichzeitig bekommt der Auszubildende Aufmerksamkeit und das Gefühl vermittelt: Die interessieren sich für mich! Dieses Zusammenspiel von Betrieb und Berufsschule scheint heute nicht mehr selbstverständlich, wird aber immer wichtiger.
Wenn es um das Einfordern von Leistungen geht, gelten die Jugendlichen von heute doch als recht selbstbewusst und nicht auf den Mund gefallen. Sie haben in den Handwerkskammern und den Berufsschulen doch Ansprechpartner. Oder ist ihnen gar nicht bewusst, dass in ihrer Ausbildung etwas nicht stimmt?
Axel Schmook: Ob wir es mit einem Berufsschüler aus einem guten oder einem nicht so guten Ausbildungsbetrieb zu tun haben, fällt nicht nur uns sehr schnell auf. Auch den Auszubildenden selbst. Denn bei uns und in den Überbetrieblichen Ausbildungen werden die unterschiedlichen Ausbildungsstände schnell sichtbar, weil der Vergleich mit den anderen da ist. Natürlich fragen die Betroffenen sich: Warum kann der oder die etwas, das mir noch nicht einmal gezeigt wurde? Mit dem Selbstbewusstsein aber ist es so eine Sache. Meine Beobachtung ist: vor 20, 30 Jahren waren viele Jugendliche, trotz der heute viel besseren Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln, in ihrer persönlichen Reife, ihrer Entwicklung weiter als heute. Oder anders gesagt: Das gezeigte Selbstbewusstsein entspricht heute nicht immer dem Stand der Persönlichkeitsentwicklung. Interview: Mirko Schwanitz