HWK | Martin Römer
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im BIC Technologiepark Frankfurt (Oder) wurde am 27. Januar 2026 der Hansepreis an Matthias Bär, Inhaber des Elektromaschinen‑Service Klähr (EMS), verliehen. Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region verdient gemacht haben.
Die Festrede hielt der Brandenburger Innenminister René Wilke. In seiner Ansprache hob er die starke Verwurzelung des Unternehmens in der Region, die handwerkliche Qualität sowie den Lebensweg von Matthias Bär hervor.
Vom Lehrling zum Inhaber: Eine Karriere im Handwerk
Die berufliche Laufbahn von Matthias Bär steht beispielhaft für eine klassische, erfolgreiche Handwerkerkarriere.
1983 begann er seine Ausbildung im Elektromaschinen‑Service Klähr – dem Unternehmen, das er heute führt. Nach Jahren als Fachkraft und später als Betriebsleiter übernahm er 2012 die Firma vom Gründer Lothar Klähr.
Heute vertrauen zahlreiche regionale und überregionale Auftraggeber auf die Kompetenz des Betriebs, der sich über Jahrzehnte hinweg stetig weiterentwickelt hat. Besonders hervorzuheben sind die kontinuierlichen Investitionen in moderne Prüftechnik, Arbeitsschutz, Qualitätssicherung und energieeffiziente Produktion.
Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit engagiert sich Matthias Bär seit vielen Jahren als Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer und bringt seine fachliche Erfahrung sowie seinen Blick auf die regionale Wirtschaft aktiv in das Ehrenamt ein.
Unternehmensgeschichte des EMS Klähr
Der Elektromaschinen‑Service Klähr blickt auf eine fast fünf Jahrzehnte lange Unternehmensgeschichte zurück:
- 1978: Gründung einer 48‑m²‑Werkstatt durch Elektromaschinenbauermeister Lothar Klähr im Ortsteil Rosengarten
- 1980er/1990er: Beschäftigtenwachstum, Erweiterung der Standorte und stabile Entwicklung trotz der Umbrüche nach 1989
- 1998: Zusammenführung aller Unternehmensbereiche in einer modernisierten Betriebsstätte im heutigen TeGeCe‑Gebiet
- 2003–2013: Ausbau der Produktionsflächen, Einführung moderner Qualitäts- und Arbeitsschutzstandards
- 2023: Umzug in eine neu errichtete 1.400‑m²‑Produktionshalle in der Bertha‑von‑Suttner‑Straße – energieeffizient, modern und ausgestattet mit u. a. Volllastprüfstand (bis 250 kW) und 10‑Tonnen‑Brückenkran
Damit gehört der Betrieb heute zu den technisch führenden Dienstleistern für Elektromotoren und Antriebstechnik in der Region.
Preisgeld für den guten Zweck
Das mit 2.000 Euro dotierte Preisgeld nutzt Matthias Bär vollständig für gemeinnützige Zwecke:
- 1.000 Euro spendete er an die Löwenkinder, die schwerkranke Kinder und deren Familien unterstützen.
- 1.000 Euro möchte er einer Dorfveranstaltung in seinem Heimatort zukommen lassen, um lokale Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement zu stärken.
Sein Umgang mit dem Preisgeld zeigt, wie fest er in der Region verankert ist – und wie selbstverständlich er Verantwortung über das eigene Unternehmen hinaus wahrnimmt.
Würdigung eines besonderen Engagements
Mit der Verleihung des Hansepreises wird nicht nur die unternehmerische Leistung von Matthias Bär gewürdigt, sondern auch sein jahrzehntelanges Engagement für das Handwerk, die Ausbildung junger Menschen und die Entwicklung der Region.
Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg gratuliert herzlich zu dieser Auszeichnung.