HWK | Martin Römer
Die anhaltend hohen Energie- und insbesondere Kraftstoffpreise setzen das Handwerk zunehmend unter Druck. Viele Betriebe sind täglich auf ihre Fahrzeuge angewiesen, um Kunden zu erreichen, Baustellen zu bedienen oder Materialien zu transportieren. Die gestiegenen Kosten treffen deshalb zahlreiche Handwerksunternehmen unmittelbar und gefährden ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Hinzu kommen deutliche Preissteigerungen bei Materialien und Rohstoffen. Die Belastungen wirken sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus und treffen letztlich auch die Verbraucherinnen und Verbraucher. Gleichzeitig sehen sich viele Beschäftigte mit erheblichen Mehrkosten für ihren Arbeitsweg konfrontiert.
Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg fordert daher schnelle und wirksame Maßnahmen zur Entlastung von Betrieben, Beschäftigten und Verbrauchern.
Präsident Krüger fordert entschlossenes Handeln
„Die derzeitigen Energie- und Kraftstoffpreise entwickeln sich für viele Handwerksbetriebe zu einer existenziellen Bedrohung. Unsere Unternehmen und ihre Beschäftigten brauchen jetzt spürbare Entlastungen. Aus diesem Grunde begrüße ich die Idee des Bundeskanzlers, die Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel abzusenken. Der Bund sendet damit das Signal an Bürgerinnen und Bürger, das er auf die zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen aus den gestiegenen Treibstoffkosten verzichtet. Außerdem erwarte ich dass das Bundeskartellamt endlich Transparenz bei den Treibstoffpreisen herstellt und dafür sorgt, dass die Ölkonzerne keine Zusatzgewinne in Folge des gestörten Ölmarktes generieren können. Übergewinne müssen erst durch Verbraucher und Handwerker finanziert werden, weshalb ich die Idee der Übergewinnsteuer ablehne. Die Bundesregierung muss jetzt handeln, um verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Das Handwerk braucht dringend zuverlässige Rahmenbedingungen, auf deren Basis wir unsere Unternehmen führen und entwickeln können.
Wolf-Harald Krüger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg.