2. Altlandsberger Schlossgespräche: Politik und Wirtschaft im direkten Austausch

Altlandsberg. Politikerinnen und Politiker im engen Dialog mit der regionalen Wirtschaft – dieses Format prägt die Altlandsberger Schlossgespräche. Rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer kamen zum jüngsten Treffen auf dem Schlossgut Altlandsberg zusammen, um gemeinsam mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller zentrale Herausforderungen und Erwartungen an die Landespolitik zu diskutieren.

Drei Kernfragen im Mittelpunkt
In einer lebhaften und offenen Diskussionsrunde standen vor allem drei Themenkomplexe im Fokus:

1. Bürokratieabbau – aber wie?

Viele der anwesenden Betriebe schilderten eindrücklich, wie sehr sie unter langwierigen Genehmigungswegen und zunehmenden Dokumentationspflichten leiden. Die Erwartung an die Politik ist klar: Prozesse vereinfachen, digitale Verfahren stärken, Entscheidungen beschleunigen.

2. Nachwuchsgewinnung und Ausbildung

Mit Blick auf den Fachkräftemangel wurde intensiv darüber diskutiert, wie junge Menschen besser für eine Ausbildung im Handwerk gewonnen und qualifiziert werden können. Es brauche mehr Praxisnähe, mehr Berufsorientierung sowie stärkere Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben.

3. Verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen

Unternehmerinnen und Unternehmer forderten mehr Berechenbarkeit – insbesondere beim Thema Energieversorgung, bei Förderprogrammen und der wirtschaftlichen Resilienz. Planungssicherheit sei eine Grundvoraussetzung für Investitionen.

Kammer mahnt Umsetzung politischer Ziele an

Die Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostbrandenburg, Monique Zweig, betonte in ihrem Beitrag, dass politische Absichtserklärungen nur dann wirksam seien, wenn ihnen konsequente Umsetzung folge. Ohne verlässliche politische Entscheidungen werde es für das Handwerk zunehmend schwieriger, zukunftsfähig zu bleiben.

HWK-Hauptgeschäftsführer Frank Ecker wies zudem darauf hin, dass die zugesagten Milliarden aus dem Sondervermögen bislang kaum bei der Wirtschaft angekommen seien. Für viele Programme fehle es noch immer an klaren Verfahren oder Ausschreibungen.

Minister Keller erklärte dazu, dass der Brandenburger Anteil des Sondervermögens spätestens bis 2029/2030 vollständig verausgabt sein soll.

Gemeinsame Ausrichtung – starke regionale Partnerschaft

Eingeladen zu den Schlossgesprächen hatte – bereits zum zweiten Mal – Altlandsbergs Bürgermeister Michael Töpfer. Gemeinsam mit der IHK Ostbrandenburg, der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandneburg, der WFBB – Wirtschaftsförderung Brandenburg sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus Petershagen-Eggersdorf, Hoppegarten, Strausberg und Neuenhagen wurde erneut ein starkes Bündnis für die regionale Wirtschaft sichtbar.

Kulinarischer Beitrag von jungen Talenten

Ein besonderes Highlight war das Catering der Schülerfirma IFI des Schulcampus Altlandsberg. Die Schüler, die zugleich aktiv auf der Suche nach Ausbildungsplätzen sind, überzeugten mit hoher Professionalität und geschmackvoller Versorgung der Gäste – und erhielten dafür verdient kräftigen Applaus.

Ansprechpartner

Martin Römer

Leiter Pressestelle

Telefon:0335 5619 - 196

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martin.roemer@hwk-ff.de

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