Handwerk warnt vor Belastungen durch hohe Sprit- und Materialpreise – Preisgleitklauseln gefordert

Die anhaltend steigenden Kosten für Kraftstoffe, Energie und Materialien setzen Handwerksbetriebe in Brandenburg zunehmend unter Druck. Besonders Betriebe, die täglich mit Servicefahrzeugen und Transportern unterwegs sind, spüren die Preissteigerungen deutlich. Der Brandenburgische Handwerkskammertag (BHKT) fordert deshalb zielgerichtete Entlastungen sowie praxistaugliche Regelungen für öffentliche Aufträge.

„Der Alltag unserer Betriebe wird immer schwieriger“

Corina Reifenstein, Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus und Sprecherin des BHKT, beschreibt die Lage eindringlich:

„Tanken und Materialeinkauf werden gleichzeitig teurer, sind kaum noch kalkulierbar und erste Engpässe sind spürbar. Besonders im Flächenland Brandenburg trifft das Betriebe, die täglich zu Kunden und Baustellen unterwegs sind.“
„Die Landesregierung wird daher aufgefordert, sich im Bund für eine spürbare Entlastung bei Benzin und Diesel einzusetzen. Andere europäische Länder wie Polen, Österreich und Italien handeln bereits.“

Steigende Kraftstoffpreise gefährden nicht nur die Kalkulationen der Betriebe, sondern bringen auch öffentliche Bau- und Infrastrukturprojekte zunehmend unter Druck. Viele Unternehmen können diese Risiken nicht allein tragen.

Forderung nach Preisgleitklauseln

Um massive Preisschwankungen fair zwischen Auftraggebern und Handwerksbetrieben zu verteilen, fordert der BHKT die Einführung zeitlich befristeter Preisgleitklauseln bei öffentlichen Ausschreibungen. Diese Regelung soll sicherstellen, dass wichtige Projekte nicht ins Stocken geraten und Investitionen planbar bleiben.

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