Mit dem Start des Tankrabatts sollen Verbraucher und Unternehmen bei den hohen Energiekosten entlastet werden. Aus Sicht der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg kann die Maßnahme kurzfristig zwar für etwas Entspannung sorgen, sie löst jedoch nicht die grundlegenden Herausforderungen, vor denen viele Handwerksbetriebe stehen.
Insbesondere Betriebe mit einem hohen Mobilitätsaufwand, etwa im Bau-, Ausbau- oder Dienstleistungsbereich, sind auf bezahlbare Kraftstoffe angewiesen. Gleichzeitig belasten die gestiegenen Energiepreise Werkstätten, Produktionsstätten und Fuhrparks weiterhin erheblich.
Dazu erklärt Hauptgeschäftsführer Frank Ecker:
„Der Tankrabatt lindert Symptome, löst aber keine Probleme. Betriebe brauchen verlässliche und langfristige Entlastungen statt kurzfristiger Milliardenhilfen mit ungewisser Wirkung. Wer Energie dauerhaft bezahlbar machen will, muss jetzt strukturelle Reformen anpacken und die Stromsteuer senken.“
Die Handwerkskammer weist darauf hin, dass viele Betriebe Planungssicherheit benötigen, um investieren, ausbilden und ihre Dienstleistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können. Kurzfristige Maßnahmen könnten zwar akute Belastungen abfedern, entscheidend seien jedoch nachhaltige politische Rahmenbedingungen.
Dazu gehören aus Sicht des Handwerks insbesondere eine spürbare Entlastung bei den Energiekosten, der Abbau bürokratischer Hürden sowie Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands. Nur so könnten die Betriebe auch künftig ihre wichtige Rolle als Arbeitgeber, Ausbilder und Wirtschaftsmotor in der Region erfüllen.
Die Botschaft des ostbrandenburgischen Handwerks ist klar: Dauerhaft bezahlbare Energie braucht langfristige politische Entscheidungen und keine zeitlich begrenzten Einzelmaßnahmen.
