Handwerk im Dialog: Unternehmensbesuche in Frankfurt (Oder)

Wie kann Frankfurt (Oder) als Wirtschafts- und Handwerksstandort weiter gestärkt werden? Dieser Frage gingen HWK-Geschäftsführer Frank Ecker und Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser bei einer gemeinsamen Tour durch zwei etablierte Handwerksbetriebe der Stadt nach. Stationen waren die Furchner GmbH Rolladenbau sowie Augenoptik Schuster in der Magistrale.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen des Handwerks, Investitionsvorhaben der Unternehmen und die Frage, wie Politik, Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam gute Rahmenbedingungen für die Betriebe schaffen können.

Furchner GmbH: Handwerkerparkausweis und Unternehmensnachfolge im Fokus

Erste Station war die Furchner GmbH Rolladenbau. Geschäftsführer Jürgen Schreiber, der das Unternehmen seit 2008 führt, stellte den Gästen den Betrieb und seine Entwicklung vor. Die Firma ist seit 36 Jahren in Frankfurt (Oder) ansässig und zählt zu den etablierten Handwerksunternehmen der Region.

Im Gespräch wurden Themen angesprochen, die zahlreiche Handwerksbetriebe beschäftigen. Dazu gehörten die aktuelle Auftragslage, die nach Angaben des Unternehmens weiterhin gut ist, die wachsenden Herausforderungen durch steigende Sozialabgaben sowie Fragen rund um die Elektromobilität.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Unternehmensnachfolge. Jürgen Schreiber plant, die Verantwortung in einigen Jahren an einen Nachfolger zu übergeben und den Betrieb damit langfristig für die Zukunft aufzustellen.

Ein konkretes Anliegen des Unternehmens betrifft die Einführung eines Handwerkerparkausweises in Frankfurt (Oder). In einigen Kommunen Brandenburgs existieren bereits entsprechende Regelungen, die Handwerksbetrieben den Zugang zu Kundenstandorten erleichtern. Gerade bei kurzfristigen Montage- und Serviceeinsätzen könnte eine solche Lösung Arbeitsabläufe vereinfachen und Zeit sparen.

Zudem würde das Unternehmen seine Betriebsflächen perspektivisch gerne erweitern, um weitere Entwicklungsmöglichkeiten am Standort zu schaffen.

Augenoptik Schuster investiert in die Zukunft der Magistrale

Anschließend besuchten Frank Ecker und Dr. Axel Strasser die Augenoptik Schuster GmbH in der Frankfurter Magistrale. Das Unternehmen ist dort seit 2015 ansässig und investiert derzeit in die Erweiterung seines Geschäfts.

Inhaber Max Schuster, Mitglied der Handwerksjunioren Ostbrandenburg, präsentierte die laufenden Umbauarbeiten. Durch einen modernen Anbau wird die Verkaufs- und Arbeitsfläche künftig nahezu verdoppelt. Herzstück der Erweiterung ist eine neue Schauwerkstatt, in der Kundinnen und Kunden künftig die Fertigung ihrer Brillen live verfolgen können.

Neben den Investitionen des Unternehmens wurden auch standortbezogene Themen besprochen. Dazu gehörten die Glasfaseranbindung, Fragen des Denkmalschutzes in der Magistrale, die Situation der Gehwegplatten, die Parkplatzsituation sowie Möglichkeiten zur Gestaltung und Aufwertung des Eingangsbereichs vor dem Geschäft.

Die geplante Erweiterung zeigt beispielhaft, dass Handwerksbetriebe auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten in ihre Standorte investieren und damit zur Attraktivität der Innenstadt beitragen.

Austausch als Grundlage für Zukunftsperspektiven

Die Besuche machten deutlich, wie vielfältig die Themen sind, die das Handwerk aktuell bewegen. Von Nachfolgefragen über Infrastruktur und Mobilität bis hin zu Investitionen in moderne Betriebsstätten reicht die Bandbreite der Herausforderungen.

„Der direkte Austausch mit den Unternehmen vor Ort ist wichtig, um die tatsächlichen Bedürfnisse des Handwerks kennenzulernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, betonte HWK-Geschäftsführer Frank Ecker.

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Martin Römer

Martin Römer

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