HWK
Mit dem„Zahlenspiegel für Ostbrandenburg – Daten und Fakten 2026“ legen die Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg und die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg erstmals eine gemeinsame Datengrundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der Region vor.
Die Broschüre bündelt auf einen Blick zentrale Kennzahlen zur wirtschaftlichen Lage – von Demografie und Arbeitsmarkt über Branchenstrukturen bis hin zu Ausbildung und grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Ziel ist es, ein vollständiges und belastbares Bild des Wirtschaftsstandorts Ostbrandenburg zu schaffen und Entscheidungsprozesse in Politik, Verwaltung und Wirtschaft fundiert zu unterstützen.
Handwerk als tragende Säule der regionalen Wirtschaft
Das Handwerk ist ein zentraler Bestandteil der Wirtschaftsstruktur in Ostbrandenburg. Ende 2025 waren im Kammerbezirk rund 10.900 Handwerksbetriebe registriert, die sich vor allem auf das Bau- und Ausbaugewerbe sowie das Elektro- und Metallhandwerk konzentrieren.
Gemeinsam mit Industrie, Handel und Dienstleistungen trägt das Handwerk maßgeblich zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Region bei. Diese Vielfalt ist ein entscheidender Standortfaktor und schafft Stabilität – auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.
Region im Wandel: Chancen und Herausforderungen
Die Auswertung der Daten zeigt:
Ostbrandenburg ist eine Region im Spannungsfeld zwischen stabiler wirtschaftlicher Basis und strukturellen Herausforderungen.
- Die Beschäftigung bleibt insgesamt stabil, mit über 240.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kammerbezirk.
- Gleichzeitig wirkt sich der demografische Wandel spürbar aus: Die Bevölkerung altert, und in einigen Teilregionen ist ein Rückgang zu verzeichnen.
- Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zeigt regionale Unterschiede, etwa bei Kaufkraft und Einkommen.
Gerade für das Handwerk ergeben sich daraus sowohl Herausforderungen – etwa beim Fachkräftebedarf – als auch große Chancen in Zukunftsmärkten wie Bau, Energie und Dienstleistungen.
Verflechtungsraum mit Perspektive
Eine besondere Stärke Ostbrandenburgs liegt in seiner Lage zwischen Berlin und Polen. Die Zahlen belegen eine dynamische Entwicklung:
- Die Zahl der Einpendler aus Polen ist seit 2016 um über 400 Prozent gestiegen.
- Auch internationale Fachkräfte gewinnen zunehmend an Bedeutung für die regionale Wirtschaft.
Diese Entwicklung unterstreicht: Ostbrandenburg ist ein wichtiger europäischer Wirtschafts- und Arbeitsraum, in dem grenzüberschreitende Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Daten als Grundlage für Entscheidungen
Der Zahlenspiegel bietet eine fundierte Basis für:
- strategische Standortentwicklung
- wirtschaftspolitische Entscheidungen
- Gespräche mit Unternehmen und Investoren
- Maßnahmen zur Fachkräftesicherung