Befragung zur Evaluierung der Steuerermäßigung nach § 35c EStG sowie der ESanMV

Sonderumfrage zur Verbreitung von Zahlungsmethoden im Handwerk

Seit Jahren nimmt die Verbreitung digitaler Zahlverfahren zu, und es wird intensiv über die Bedeutung von Bargeld diskutiert. Während die Kreditwirtschaft i. d. R. aus Kostengründen die Anzahl der Geldautomaten reduziert, begründet die Politik den angestrebten Übergang zu digitalen Zahlverfahren bzw. Kartenzahlungen mit Geldwäscheprävention bzw. Begrenzung der organisierten Kriminalität.
Bereits 2023 hat die Europäische Kommission die Schaffung eines digitalen Euros vorgeschlagen, der in allen Geschäften für den persönlichen Bedarf zur Nutzung vorgehalten werden soll; ausgenommen sind in bisherigen Vorschlägen lediglich Kleinstunternehmen. Der Vorschlag zur Einführung des digitalen Euros wurde immerhin von einem Vorschlag zur Stärkung des Bargelds begleitet.
Auch die neue Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag für eine Unterstützung des digitalen Euros ausgesprochen. Darüber hinaus will sie eine Verpflichtung der Betriebe zum Angebot einer digitalen Zahlungsoption prüfen.
Um bei den für Ende 2025 erwarteten Verhandlungen auf nationaler und europäischer Ebene die Interessen der Handwerksbetriebe gezielter vertreten und mit Zahlen untermauern zu können, benötigen wir Informationen, welche Zahlungsmittel in Handwerksbetrieben in welchem Umfang genutzt werden und welche Kosten oder sonstigen Herausforderungen mit den jeweiligen Zahlungsmitteln einhergehen.

Ergebnisse der ZDH-Betriebsbefragung zu den wirtschaftlichen Herausforderungen

Die – zumindest für das Gesamthandwerk – stabile Konjunkturlage des Jahres 2023 scheint sich zum Jahresbeginn 2024 nicht zu bestätigen. Die Handwerksbetriebe haben für die ersten beiden Quartale des laufenden Jahres in der Summe deutlich rückläufige Umsatzerwartungen im Vergleich zu den beiden Vorjahresquartalen. Auch vor dem Hintergrund der hohen Preissteigerungsraten der letzten 12 Monate ist das ein alarmierendes Ergebnis. Eine Konjunkturbelebung im Handwerk im 1. Halbjahr 2024 dürfte ausbleiben.