Über die Bundeswehr in die Selbstständigkeit


Für den Traum vom eigenen Handwerksbetrieb ist der Elektrotechnikermeister Danny Schälicke in seinen Heimatort Lietzen zurückgekehrt.

„Ich wollte die Firma in meiner Heimat aufmachen, weil es hier kaum Nachfolger für die alten Handwerksbetriebe gibt“, sagt Danny Schälicke. Im Dorf gehen die meisten seiner Kollegen auf die Rente zu, selbst der Jüngste unter ihnen ist schon weit über 50. Bei ihm hatte Danny Schälicke einst bei einem Ferienjob seine Leidenschaft für den elektrischen Strom entdeckt. „Ich hab damals schon gemerkt, wie viel Spaß mir der Beruf macht“, sagt der Jungmeister.

Inzwischen kann der Mitte 30-Jährige auf die ersten Jahre in der eigenen Firma zurückblicken: „Ich bereue den Schritt in die Selbstständigkeit definitiv nicht“, sagt Schälicke. Von seinem Heimatdorf Lietzen aus, arbeitet er viel rund um Berlin und saniert hauptsächlich alte Bauernhäuser, die neue Leitungen und Steckdosen benötigen. Anfangs benutzte er Internet-Portale wie MyHammer.de um an Aufträge zu kommen, mittlerweile wird er von Kunden und Kollegen weiterempfohlen. „Das funktioniert wie ein Kreislauf“, sagt Schälicke.

Vor ein paar Monaten stellte er einen alten Schulfreund als ersten Mitarbeiter ein, um die steigende Auftragslage zu bewältigen. Der Jungmeister hofft weiter wachsen zu können, denn der Großteil der Arbeit bleibt momentan an ihm selbst hängen. Tagsüber arbeitet er auf der Baustelle, am Abend schreibt er Angebote und Rechnungen im Büro. „Ich bin dennoch glücklich, weil ich jetzt jeden Abend zu Hause sein kann“, sagt Danny Schälicke.

Zuvor hatte er als Elektriker acht Jahre bei der Bundeswehr gearbeitet. In der Zeit baute er Zelt- und Containercamps für Nato-Soldaten auf. „Ich war vor Ort für die komplette Stromversorgung verantwortlich“, erzählt der Elektrotechnikermeister, der bis zu zwanzig Mitarbeiter bei den Einsätzen koordinierte. Schälicke war viel unterwegs, unter anderem in Nord- und Osteuropa. Manchmal verbrachte er sechs Monate am Stück in einem Camp. Doch irgendwann wünschte er sich mehr Ruhe in seinem Leben.

Bereits in seinem letzten Jahr bei der Bundeswehr begann er deshalb mit der Meisterausbildung. „Ich habe bei der Armee gemerkt, dass ich eine Firma führen kann, deshalb wollte ich mich unbedingt selbstständig machen“, erzählt Danny Schälicke. Im April 2014 erhält er seinen Meisterbrief in Frankfurt (Oder). Vier Monate später meldet er sein Gewerbe an. Die Zeit dazwischen nutzt er um Werbung zu machen. „Man muss sich einen solchen Schritt gut überlegen“, sagt Schälicke. „Sonst geht es schnell schief.“

Elektro – Schälicke

Lietzen Nord 21,
15306 Lietzen
033470 709865
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